Traumberuf Wursttexter

Tim am Montag, den 10. November 2008

Frikaschmecker

Ich führe innerlich eine kleine Liste von Traumjobs, die ich zu Lebzeiten noch erledigen will: Ich möchte einmal den Text zum  Seite-1-Mädchen der BILD verfassen,  ich möchte einen aktuellen Popsong für die Schlumpf-Hitparade umtexten und einen TV-Spot für „Kinder“-Produkte¹ schreiben. Mehr und mehr formt sich nun aber auch der Wunsch, bei der Firma Meica eine Wurst zu benennen und mich damit zwischen legendären Würsten wie Bratmaxe, Deutschländer, Bockhorster, Mini Wini, Torfstecher oder CurryKing einzureihen. Angesichts zweier neuer Produkte (siehe oben) scheint es mir auch, als würde einem bei Meica das Leben als Wursttexter nicht unnötig schwer gemacht.

Ich stelle mir das so vor: Der Seniorchef kommt mit hochrotem Kopf in mein Büro gestürmt. Morgen früh sollten zwei neue Würste in den Regalen liegen und sie hätten noch keinen Namen. Glatt vergessen! Er ist panisch. „Beruhigen Sie sich, Mann!“, herrsche ich ihn an und gebe ihm eine Ohrfeige. (weiterlesen…)

Großes Geknete

Tim am Freitag, den 7. November 2008

Wurst Gnom

© Silvia Karkut

Als ich das letzte Mal Knetmasse in der Hand hatte, da war ich noch im Kindergarten und mein plastisches Repertoire bestand hauptsächlich aus: Schlange, Regenwurm, Wurst.

Silvia Karkut hat nach dem Kindergarten einfach nicht mit dem Kneten aufgehört und bekommt mittlerweile Würste hin, wie man sie auf diesem Bild sieht. Dazu kommen Knetfiguren mit Nasenbluten, Sado-Greise mit Glöckchen am Gebimsel und ein Selbstportrait mit Handgranate. Früher hätte ich Silvia vor lauter Neid an den Zöpfen gezogen, heute habe ich einen Wurstblog, in dem ich sie lobend verlinken kann. Was hat die Zeit aus mir gemacht…

Change

Tim am Mittwoch, den 5. November 2008

Obama with sausage

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, Lewis Hamilton Barack Obama! Und viel Glück! Denn ein Land, in dem es so etwas gibt wie Wurst am Stiel im Pfannkuchen mit Schokosplittern, ist praktisch unregierbar.

Pancake sausage

So kann es nicht weitergehen, da muss sich wirklich so Einiges ändern. Aber Europa steht Ihnen zur Seite! Je suis Ken!

Ich möchte eine Frau sein.

Tim am Montag, den 3. November 2008

Schnapp die Wurst

Heute ist der Welttag des Mannes. Und damit auch ein bisschen der Weltwursttag. Denn zwar finden auch Frauen bisweilen durchaus Gefallen an schmackhaften Wurstwaren (siehe Bild oben), mengenmäßig jedoch liegen sie im Geschlechtervergleich weit hinten, wie diese Studie des BMELV belegt. Und der Unterschied ist ja auch durchaus offensichtlich: Männer führen akribische Vergleichstest von Stadionwurst durch, dahingegen hört man nur selten Sätze wie „Neulich bei Robbie Williams hattense sonne feine Curry, ich hab von der Musik kaum was mitbekommen.“ Nicht umsonst sagt man: Frauen kommen von der Venus, Männer kommen gerade vom Metzger.

Ach so: Warum  zur Hölle ich dann eine Frau sein will? Dann könnte ich mir jetzt die aktuelle Bild der Frau kaufen und die Hack-Diät machen.

Neues Shirt im Shop

Tim am Freitag, den 31. Oktober 2008

Grillsport-Shirt

Die Grillsaison ist vorbei. Zumindest für die Barbecue-Bourgeoisie und alle Schönwettergriller. Für den ambitionierten Sportgriller hingegen beginnt nun die so wichtige Vorbereitung auf die nächste Saison. In den großen Kaderschmieden der Grillsports werden jetzt die Weichen für den kommenden Sommer gestellt. Jetzt zeigt es sich, wer zum engeren Kreis gehört. Mit dem neuen Shirt in der Wurstblog-Boutique kann man nun seine Leistungsbereitschaft offen zur Schau tragen. Das Logo des bekannten Grillsport-Leistungszentrums Thüringen beweist die Zugehörigkeit zur Weltspitze des professionellen Grillens.

Und es könnte noch besser kommen. Längst habe ich neue sensationelle Wurstshirt-Motive vorbereitet. Leider kann ich diese wegen der fiesen Beschränkungen des Anbieters Spreadshirt erst hochladen, wenn ich 10 Shirts verkauft habe. Aktueller Stand: Null. Es ist also noch Luft nach oben.

Paläste der Macht

Tim am Mittwoch, den 29. Oktober 2008

Wurstpalast

Gerade stoße ich auf eine schon etwas ältere Pressemeldung, die mich seinerzeit recht kalt gelassen hatte: Der frisch gekrönte Bratwurstkönig übergibt seine Regierungserklärung an den Thüringischen Ministerpräsidenten. Die Erklärung selbst enthält wenig politische Brisanz, ausgenommen vielleicht die Forderung nach der Einführung des Schulfaches “Bratwurstkunde” im Thüringischen Bildungssystem.

Was ich jedoch erst jetzt auf dem etwas verwackelten Foto entdecke, beeindruckt mich dann schon. Man achte auf den Hintergrund:  Säulen und Zargen des Regierungssitzes bestehen ganz offensichtlich aus massivem Corned Beef. Respekt, das nenne ich Savoir Vivre!

Germän Sausäge

Tim am Dienstag, den 28. Oktober 2008

Wurst Chips Thailand

Kaum zu fassen: Die Firma Crunchips hat jetzt Kartoffelchips der Geschmacksrichtung “Döner mit alles” auf den Markt geworfen. (Wirklich wahr.) Als ich das las, habe ich erst gelacht, dann ein bisschen geweint und mich danach gefragt, ob es in Deutschland verdammt nochmal denn auch schon mal Chips mit Wurstaroma gab. Ich könnte mich jedenfalls nicht daran erinnern. Ne ziemliche Schweinerei, wenn Ihr mich fragt.

Im Ausland jedoch gibt es Wurstchips. Aber hallo! Frag nicht nach Sonnenschein. Ich wollte nur mal gaaanz kurz recherchieren, habe mich aber in einen regelrechten Rausch gegoogelt. Hier das Ergebnis meiner Suche. Fazit: Gobal gesehen bin ich chipsmäßig versöhnt.

Pringles German Sausage (Japan)
Golden Wonder Sausage & Tomato (UK)
Tasto German Sausage Flavour (Thailand)
Walker’s Sensation Pan-Fried Sausage & Sage crisps (UK)
Smith’s Australian Sausage Sizzle (Australien)
Tyrell’s Ludlow Sausage with Wholegrain Mustard (UK)
Jack’n Jill Roasted Sausage Flavour Mongkok Style (China)
Doritos Pizza-la Spicy Sausage (Japan)
Walkers Sausage & Heinz Ketchup (UK)
Lays German Sausage Edition (Thailand)
Waitrose Lincolnshire sausage and wholegrain mustard (UK)
Dorito’s Gourmet Sausage (Japan)
Frit-os Chorizo Chipotle (Mexiko)
Moskauer Kartoffelchips & “Geschmäcker der Welt” (Russland)

Aufm Hemd, auffe Jacke…

Tim am Freitag, den 24. Oktober 2008

Wurst Buttons

Wer als Freund der Wurst seine Gesinnung nach außen tragen will, der kauft große Mengen der kleidsamen Wurstblogshirts. Wer es jedoch etwas dezenter mag oder einfach im Winter nicht mehr im T-Shirt herumlaufen möchte, dem seien die Wurst-Buttons von your-button.de empfohlen. Der wurstophile Geschäftsmann steckt sich dagegen zum Business-Termin vielleicht eher die silberne Thüringer an den Armani-Binder.

Wurst des Monats Oktober

Tim am Mittwoch, den 22. Oktober 2008

Wurst des Monats Oktober

Die Wurst des Monats 10/08 ist der Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi. Er wird präsentiert von  Zungenwurst der Firma „Unser Norden“. Zur Begründung: Kuranyi ist jemand, dem seine Zunge oft in die Quere kommt. Deshalb hat er nun einmal nur Taten sprechen lassen. War aber auch nix. Und auch sein anschließender verbaler Wiedergutmachungsversuch hat eigentlich alles nur noch peinlicher werden lassen. Immerhin ist er dafür nun als Schöpfer einer neuen Redewendung in aller Munde: Den Kuranyi machen.

Besonders wertvoll

Tim am Dienstag, den 21. Oktober 2008

Ich will wurst

Es passiert vielleicht im Kreis der Familie. An Omas Geburtstag. Irgendwann platzt es aus dem Jungen heraus: „Ich will keinen Braten! Ich bin Vegetarier!!!“ Betretenes Schweigen. Die Mutter schluchzt leise und Vater fragt sich, was sie falsch gemacht haben. Nur Onkel Erwin hat es angeblich immer gewusst. Man müsse sich den Jungen doch nur mal ansehen.

Schlimm, wenn es jemanden im eigenen Umfeld trifft. Und so unnötigig, denn mit ein wenig Aufmerksamkeit lassen sich die Zeichen schon in der frühen Jugend erkennen. Dann wird es Zeit für kindgerechte Literatur wie diese: „Ich will Wurst“ von Doris Lecher. Ich gebe zu, dass ich dieses Buch bisher noch nicht lesen konnte, weshalb die folgende Inhaltsangabe komplett geraten ist:

Der kleine Kater Karli lebt bei seinem griesgrämigen Stiefvater, einem erfolglosen Biobauern, und seiner übellaunigen Stiefmutter (ein seltener Fall von Doppel-Stiefelternschaft). Karli schuftet jeden Tag auf dem Hof: Er muss die Hirse hüten, Dinkel dreschen und Kleie kneten. Eines Tages trifft er Rosti, die Holzkohlegrille. Sie erzählt ihm von einem wundersamen Ding: der Wurst. Ein Essen, das nie verwelkt. Karli erschlägt seine Stiefeltern und macht sich auf die Suche…

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