
Oh dear! Selbst den Briten ist unser Schnitzel- und Bratwurst-Verzehr nun schon eine hämische Meldung wert. Die Sache losgetreten hat Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, in einem Appell anlässlich der Grünen Woche. Wir Deutschen würden viel zu viel Fleisch essen. „Ich empfehle eine Rückkehr zum Sonntagsbraten und eine Orientierung an mediterranen Ernährungsgewohnheiten.“ Gut, da ist sicherlich was dran und solche Gedanken sind auch durchaus nicht neu. Nur geht es diesmal nicht etwa um unsere Volksgesundheit, sondern vielmehr um das Klima. Vor allem Rinder produzieren nämlich bei der Verdauung massenhaft klimaschädliche Abgase. Oder einfacher: Der gemeine Kuhpups bedroht die Zukunft unserer Erde.
Nun wären wir aber nicht das Land der Wurst und das der Dichter und Denker in Nationalunion, wenn nicht ein findiger Deutscher schon eine Lösung parat hätte: Fleischermeister Bolduan aus Aurich erfand nämlich jüngst die erste Fischsalami der Welt. Naa, Herr Troge? Schon mal einen furzenden Fisch gesehen? (Außer vielleicht im Jamba-Monatspaket?) Eben. Da haben wir’s doch. Sonntags Braten, montags Fischwurst. Und für den Rest der Woche finden wir auch noch was.
Nachtrag: Offenbar ist Herr Bolduan nicht der Einzige, der den Titel des Fischwursterfinders für sich beansprucht. Herr Klaus Schleich aus Idar-Oberstein hat seine FiWu angeblich schon 2004 zum Patent angemeldet (siehe Kommentare). Nichts für ungut, ich hab ich nur auf die Welt verlassen. Genaueres müssen dann wohl die Fischgerichte klären.