Lachschinken

Tim am Freitag, den 24. September 2010

Wurst mit Wortspiel: Wiesenhof Black Puty - Jetzt 50% alberner!

Mancher wird vielleicht mittlerweile gesehen haben, wie erheiternd eine Verordnung über Fleischerzeugnisse im Schweizer Bundesrat sein kann. Ein nahezu identisches Video könnte ich jetzt bei Youtube hochladen, hätte mich heute eine Kamera dabei beobachtet, wie ich das hier gelesen habe.

Black Puty – eine Wurst wie ein Frisörladen. Hiermit entreiße ich Meica die Krone für die bananesten Wursttexte und küre die Firma Wiesenhof zu meinem neuen Traumwurstbrötchengeber. Hier einige Arbeitsproben von mir:

Simsalamibim. Der herzhafte Zauberstab gegen Hunger.
Die Identifizierung mit dem magischen Millieu zaubert sich unauslöschlich in die Köpfe der Generation Harry Potter.“ (Absatzwirtschaft)

Pik As Aspik. Die herz-hafte Sülze mit dem pik-anten (K)Aroma.
Die Positionierung im Spiel- und Fun-Umfeld richtet sich direkt an den freizeit-orientierten First Mover und seine Best Buddys“ (Der Kontakter)

Graf Hackula. Die Schockadelle – ohne Knoblauch!
Im Umfeld des aktuell angesagten Vampir-Genres fischt das Produkt da, wo der Fisch ist. Respektive das Schwein.“ (Werben und Verkaufen)

BiFi like it’s 1999

Tim am Sonntag, den 28. März 2010

Man muss für BiFi auch mal eine Lanze brechen. Doch doch. Schließlich ist die kleine Plastiksalami seit Jahrzehnten der einzige nichtsüße Snack in den Kiosk-Auslagen. Ohne BiFi würde in Deutschland tagtäglich eine beträchtliche Zahl von Schokoriegelverschmähern direkt in Tankstellen verhungern. Und der Sprit würde noch teurer, weil die Mineralölkonzern all die Verhungerten kostenintensiv entsorgen müssten. Aber ich schweife ab.

Heute scheint die Marke trotz Alleinstellung auf dem Fleischsnacksektor allerdings kein Selbstläufer mehr zu sein. Jedenfalls ist der aktuellste Marketing-Amoklauf nicht anders zu erklären: Die neue BiFi Energy mit Guarana und Blutorange. Hyper hyper! Davon pfeif ich mir gleich mal welche rein! Und dann fahre ich mit meinen Inlinern zur Love-Parade!

Falschwurst im großen Stil

Tim am Montag, den 13. Juli 2009

Das Gehänge

Normalerweise verabscheue ich jegliche Art von Wurstimitat, vor allem diese unappetitlichen Scheinwürste aus Tofu. Die Falschwurst der Firma Döring aber finde ich ganz entzückend! Unter atrappe.de findet man ein reichhaltiges Sortiment von täuschend echten Lebensmittelattrappen für jeden Anlass. Ich selbst zum Beispiel habe mir vor Jahren eine hübsche Bratwurstschnecke (mit Soße) bestellt, die seitdem mein Armaturenbrett ziert.

Ja, sowas findet man nicht bei den Knilchen von Schöner Wohnen & Co: Warum nicht mal einen hübschen Rollbraten als Buchstütze, ein paar Scheiben Pfeffersalami als originelle Untersetzer oder einen Fleischwurstring als formschönen Handtuchhalter? Gut betuchte Wurstliebhaber greifen dagegen am besten gleich zum „Gehänge“ (siehe oben).

Yes, we can

Tim am Sonntag, den 25. Januar 2009

blutwurstbrot

Du bist heute durch die Hölle gegangen. Und zurück. Du hast 24 Stunden im OP gestanden. Du bist als Präsident vereidigt worden. Du hast den Iron Man gemacht und bist danach zu Fuß nach Hause. Du hast heute die ganze verdammte Bohrinsel alleine geschmissen. In der gühenden Mittagssonne hast du jungen Dingern kostenlose Tennisstunden gegeben. Du hast im Alleingang eine Nazidemo aufgelöst und ein tschechisches Atomkraftwerk vom Netz genommen. An solchen Abenden hast du sie dir verdammt nochmal verdient: Eine eiskalte Dose Blutwurstbrot.

Traumberuf Wursttexter

Tim am Montag, den 10. November 2008

Frikaschmecker

Ich führe innerlich eine kleine Liste von Traumjobs, die ich zu Lebzeiten noch erledigen will: Ich möchte einmal den Text zum  Seite-1-Mädchen der BILD verfassen,  ich möchte einen aktuellen Popsong für die Schlumpf-Hitparade umtexten und einen TV-Spot für „Kinder“-Produkte¹ schreiben. Mehr und mehr formt sich nun aber auch der Wunsch, bei der Firma Meica eine Wurst zu benennen und mich damit zwischen legendären Würsten wie Bratmaxe, Deutschländer, Bockhorster, Mini Wini, Torfstecher oder CurryKing einzureihen. Angesichts zweier neuer Produkte (siehe oben) scheint es mir auch, als würde einem bei Meica das Leben als Wursttexter nicht unnötig schwer gemacht.

Ich stelle mir das so vor: Der Seniorchef kommt mit hochrotem Kopf in mein Büro gestürmt. Morgen früh sollten zwei neue Würste in den Regalen liegen und sie hätten noch keinen Namen. Glatt vergessen! Er ist panisch. „Beruhigen Sie sich, Mann!“, herrsche ich ihn an und gebe ihm eine Ohrfeige. (mehr …)

Meat Marketing

Tim am Sonntag, den 21. September 2008

Wie bereits erwähnt, will ich bei Google weiter nach oben. Wer aber an der exzellenten Fleischerei Freese vorbeiziehen will, der muss schon die ganz großen Marketing-Geschütze auffahren. OK, hier also der erste Wurstblog-Spot bei Youtube. Außerdem gibt es auf der neuen Seite Spread The Wurst schöne Banner für alle, die den Wurstblog vielleicht auf ihrer eigenen Seite verlinken möchten. Ich danke vielmals!

Songs for the deaf

Tim am Freitag, den 12. September 2008

iWurst

Wurst hat keine Ohren. Sagt man ja so. Und trotzdem lässt Wolfgang Gutberlet, Chef der Bio-Supermarktkette Tegut, seinen Würsten regelmäßig klassische Musik vorspielen. Über diese eher ungewöhnliche Form der Wurstoptimierung berichtete kürzlich die FAZ (via Nerdcore):

Ein bis zweimal im Monat setzt sich ein Streichquartett in die Manufaktur der Tochterfirma Kurhessische Fleischwaren und spielt vier Stunden lang überwiegend Werke von Mozart oder Bach.

Warum aber ausgerechnet Klassik gespielt wird, verrät Gutberlet nicht. Dass sich ein Streichquartett zumindest auf Streichwurst positiv auswirkt, kann man sich ja noch vorstellen. Für andere Sorten würde der Wurstblog jedoch ein spezifischeres Programm empfehlen:

  • Wiener Würstchen: Falco
  • Cocktailwürstchen: Shakin‘ Stevens
  • Tofuwurst: The Pretenders
  • Aufschnitt: Three Lyons
  • Leberwurst: Ozzy Osbourne 
  • Teewurst: Queen
  • Chorizo: Foreigner 
  • Brühwurst: Sud Woman

Hat jemand sonst noch gute Beschallungstipps für die Firma Tegut?