Streueroase

Tim am Montag, den 5. März 2012

Die Innovation des Jahres: Fleisch im Streuer - Speck oder Rinderhack

Wir haben zuhause eine wirklich schöne Salz- und Pfeffermühle, die nur leider fast nie benutzt wird. Denn zuhause koche ich selbst und ich pflege meine Speisen meinem eigenen Geschmack gemäß stets wohlgesalzen und gebührlich gepfeffert zuzubereiten. In Gaststätten verwende ich im allgemeinen auch keine Streuwürze, denn den dort ansässigen Streuern mit unerschütterlichem Sediment von verdichtetem Pfeffer-Feinstaub oder gelblich schimmerndem Urzeit-Salz mit Einschlüssen von antiken Reiskörnern traue ich eine Verbesserung des Essens meist nicht zu.

Was ich mir jedoch zur Verfeinerung so manchen Gerichtes des öfteren wünsche, ist auf keinem noch so üppig gedeckten Tisch zu finden: Der Fleischstreuer. Dabei liegt das doch auf der Hand. Wenn man etwa versehentlich einen Salat bestellt hat, wenn man bei Vegetariern eingeladen ist oder einfach das Mittagsmahl wieder einmal nicht herzhaft genug ist, dann möchte man schnell und unkompliziert nachfleischen. Mit feinen Speckwürfeln oder geröstetem Rinderhack zum Beispiel. Aber da die Gastronomieindustrie solch elementaren Bedürfnissen gegenüber die Augen verschließt und stattdessen lieber solchen Unsinn wie Essigsprüher produziert, existieren die oben abgebildeten Fleischstreuer nur in einer limitierten Wurstblog-Auflage von zwei Stück. Verrückte Welt.

Es geht voran.

Tim am Montag, den 1. Februar 2010

Hallo. Da bin ich wieder. Hab mir mal einen Monat Auszeit genommen. Unter anderem ein bisschen mit Käse beschäftigt. Ja, man muss auch mal über den Tellerrand schauen. Mittlerweile bin ich aber auch wurstmäßig voller Tatendrang im neuen Jahr angekommen.

Und 2010 könnte für die Weltwurstwirtschaft ein wegweisendes Jahr werden, wie nicht zuletzt die gerade zuende gegangene Grüne Woche bewiesen hat. In der Branche ist spürbar Druck auf dem Kessel, wenngleich auch so mancher Wurstinnovator über das Ziel hinausschießt. Die in Berlin vorgestellte Algenwurst ist jedenfalls für mich schon jetzt die Unwurst des Jahres.

Ein junges Paar bei der Wahl einer geeigneten Wurst

Ein wahrhaft visionärer Geist weht hingegen durch die rundum gelungene Seite des Innovationspreises „Wurst hat eine Zukunft!“ des Zentralverbandes Naturdarm e.V. Ihr habe ich nicht nur dieses wunderbare Bild, sondern auch viel Zuversicht für das vor uns liegende Jahr entnommen.

Innovative Wurstkonzepte

Tim am Freitag, den 5. Dezember 2008

Bratwurst Erfindungen

„Wir haben die Wurst neu erfunden“ tönt EDEKA auf dieser Seite (tolles Intro!) über ihr neues Produkt mit dem geistreichen Namen Viel-leicht. Eine Wurst fast ohne Fett. Na ja, ganz nett. Aber visionär ist anders. Nun beschäftige ich mich selbst ja auch ein wenig mit Wurstdevelopment und habe mal in meinen Unterlagen gekramt. Lieber EDEKA-Konzern, ich schenke Ihnen hiermit meine Ideen-Skizzen (s.o.)  zur Weiterentwicklung der Bratwurstschnecke. Machen Sie was draus.

Viva la Motivwurst!

Tim am Freitag, den 10. Oktober 2008

Che Guevara Wurst

Paul McCartney hat mal gesagt: „Ich esse nichts, was ein Gesicht hat.“ Der Arsch. Solche Leute sind Schuld, dass Motivwurst-Klassiker wie Billie, die lachende Wurst aussterben. Ich war jedenfalls kürzlich den Tränen nah, als ich für ein Foto ein paar Scheiben Billie kaufen wollte, sie aber nirgendwo bekam. Im Supermarkt gibt es allenfalls alberne Bärchenwurst. Oder noch schlimmer: Tigerentenwurst¹. Jedenfalls nichts, was man sich als erwachsener, schwer arbeitender Mann auf sein hartes Brot legen würde.

Also, liebe Wurstmarketingakademieabsolventen, vergesst doch mal den Kinderkram! Denkt doch mal an richtige Zielgruppen: Kraftstrotzende Heranwachsende, die Taschen voller Geld und mit einem unstillbaren Hunger auf bebilderte Wurst. Was wollen die? Bärchen etwa? Nein, die wollen Che Guevara-Wurst mit frischer Paprika und einem Hauch Revolution. Die wollen Weed-Wurst, Emo-Wurst, Porno-Wurst. Bierschinken mit Oettinger-Logo, den man auch mal abends am Hauptbahnhof essen kann.

Jetzt habe ich mich wieder aufgeregt. Wollte ich gar nicht. Bei mir kommt die Wurst-Revolution sowieso zu spät. Lasst mich einfach hier liegen. Mich und Billie.

¹ Wenn Janosch tot wäre, würde er sich vielleicht im Grab umdrehen. Ist er aber nicht. Laut Wikipedia lebt er auf Teneriffa. Es sei ihm gegönnt.

Rachenputzer

Tim am Donnerstag, den 25. September 2008

Zahnpasta

Heute ist der Tag der Zahngesundheit. Dass Wurst gut für die Zähne ist, wissen wir alle. Allerdings kann auch der robusteste Mettknacker die Zahnbürste (noch) nicht ganz ersetzen. Was also tun, um die Zähne schön sauber zu halten, sich aber andererseits die Mundflora nicht mit beissendem Mentol-Aroma zu versauen? Die guten Menschen von Spot Industries haben sich dieses Problems angenommen und eine sensationelle Innovation entwickelt: Zahnpasta mit Fleisch-Aroma. Erhältlich auch in den Sorten Brie und Thunfisch. Danke.

Die Kobe-Wurst

Tim am Donnerstag, den 7. August 2008

Kobe-Wurst

Dieser kleine Schatz ist eine echte Kobe-Wurst. Ich habe sie sie vor ca. 2 Jahren gekauft und pflege sie seitdem liebevoll. Ich massiere sie täglich, reibe sie mit edlem Premium-Pils ein, lese ihr aus dem Internet vor und lasse sie beim Federball immer gewinnen. Am Wochenende wird sie gegrillt. Ich hoffe, all der Aufwand hat sich gelohnt. Meine zweites kulinarisches Projekt, die Koi-Fischfrikadelle, liegt übrigens aus finanziellen Gründen vorerst auf Eis.