Gesichtswurst

Tim am Freitag, den 17. September 2010

Social Sausage: Wurst Blog bei Facebook.

Wurstblog bei Facebook. Ich weiß ja auch nicht genau warum. Ich selbst halte eigentlich gar nicht so viel von Facebook. Aber alle haben gesagt, dass ich das brauche. Und dass man das jetzt so hat. Und dass ich mich wundern werde, und zwar aber hallo und so. Also hab ich das gemacht. (Danke übrigens an Retrobias für die wertvolle Hilfe.)

Was jetzt so genau daraus werden soll, weiß ich auch noch nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich 25 Freunde brauche, bis ich eine anständige URL haben darf. Fängt ja schon gut an. Und deshalb gilt für mich auch weiterhin die Devise: „Entscheidend is aufm Blog.“

Ein Spargel der Gesellschaft

Tim am Samstag, den 29. Mai 2010

Lecker: Spargel mit Wurst (Serviervorschlag)

Spargel ist das wohl nervigste Gemüse der Welt. „Rabääh!“ werden jetzt einige rufen, „Spargel ist doch strenggenommen gar kein Gemüse.“ Und genau das meine ich.

Ich esse Spargel durchaus gerne. Jedoch ist er heutzutage nicht mehr hauptsächlich ein Nahrunsmittel, sondern in erster Linie ein Thema. Schon Mitte Februar halten es die Medien nicht mehr aus und eröffnen die „Spargelwochen“. In den unzähligen TV-Kochshows wird ab sofort nichts anderes mehr zubereitet und die Zeitschriften versprechen auf ihren Titelblättern „10 Dinge über Spargel, die Sie noch nicht wissen.“ Was natürlich gelogen ist, weil man ja mittlerweile alles, wirklich alles über Spargel weiß.

Im Supermärkt setzt sich der Spargelwahn fort: Auf nahezu allen Artikeln, vom Harzer Käse bis hin zum Putzschwamm, prangt ein deutlicher Hinweis, wie vorzüglich dieses Produkt doch zu Spargel passe. Nur bei Wurst habe ich so eine Empfehlung noch nie gesehen. Was mit dem obigen Bild hiermit nachgeholt ist.
Zum Abschluss vielleicht dann noch ein kleiner Vers, der mir beim Verfassen neuer Wurstschüttelreime eingefallen ist. Leider hat er nichts mit Wurst zu tun, aber hier passt er (vermeintlich) ganz gut:

Menschen, die an Haargel sparen
erkennt man an der Spargel-Haaren.

Viva la Motivwurst!

Tim am Freitag, den 10. Oktober 2008

Che Guevara Wurst

Paul McCartney hat mal gesagt: „Ich esse nichts, was ein Gesicht hat.“ Der Arsch. Solche Leute sind Schuld, dass Motivwurst-Klassiker wie Billie, die lachende Wurst aussterben. Ich war jedenfalls kürzlich den Tränen nah, als ich für ein Foto ein paar Scheiben Billie kaufen wollte, sie aber nirgendwo bekam. Im Supermarkt gibt es allenfalls alberne Bärchenwurst. Oder noch schlimmer: Tigerentenwurst¹. Jedenfalls nichts, was man sich als erwachsener, schwer arbeitender Mann auf sein hartes Brot legen würde.

Also, liebe Wurstmarketingakademieabsolventen, vergesst doch mal den Kinderkram! Denkt doch mal an richtige Zielgruppen: Kraftstrotzende Heranwachsende, die Taschen voller Geld und mit einem unstillbaren Hunger auf bebilderte Wurst. Was wollen die? Bärchen etwa? Nein, die wollen Che Guevara-Wurst mit frischer Paprika und einem Hauch Revolution. Die wollen Weed-Wurst, Emo-Wurst, Porno-Wurst. Bierschinken mit Oettinger-Logo, den man auch mal abends am Hauptbahnhof essen kann.

Jetzt habe ich mich wieder aufgeregt. Wollte ich gar nicht. Bei mir kommt die Wurst-Revolution sowieso zu spät. Lasst mich einfach hier liegen. Mich und Billie.

¹ Wenn Janosch tot wäre, würde er sich vielleicht im Grab umdrehen. Ist er aber nicht. Laut Wikipedia lebt er auf Teneriffa. Es sei ihm gegönnt.