Tim am Dienstag, den
31. März 2009

Die Wurst des Monats März 09 ist erstmalig eine Gruppe, nämlich der FC Schalke 04, freundlich präsentiert von der Meister-Bockwurst des Schalke-Sponsors Böklunder. Ob diese Wurst allerdings noch lange so heißen darf, ist unklar, denn die Meisterschaft ist ja offiziell für die nächsten 4 Jahre abgeschrieben.
Ja, es tut derzeit weh, ein Schalker zu sein, und dazu zähle ich mich ja leider auch. Alle sind sie weg: Wichtige Spieler weg, Manager weg, Trainer weg, Kapitän weg, Thon will auch weg und sogar die Alte vom Assauer ist abgehauen.
Auflösungserscheinungen nennt man das wohl. Bleibt also fast nur noch: Verein auflösen und neu gründen. Schalke 09. Wenn überhaupt noch jemand da ist, der das beschließen kann. Ach ja, einer ist da ja noch: Tönnies, der Kotelettkaiser. Na ja, immerhin nicht der Bananentitan.
Kategorie Wurst des Monats | 2 Kommentare »
Tim am Dienstag, den
17. März 2009

Wieder einmal ist der Wurstblog einem ausgewachsenen Skandal auf der Spur: In Deutschland, von Vielen nicht ganz zu Unrecht als Heimat der Wurst bezeichnet und nachweislich das Mutterland des neuzeitlichen Postwesens, gibt und gab es nach meinen Recherchen nicht eine einzige Briefmarke mit Wurstmotiv. Da soll sich noch einer wundern, dass die Jugend keine Briefe mehr schreibt!
Das Ausland macht es uns wieder einmal vor: Da findet man lustige Wappenvögel mit Wurst am Stiel, geschmackvolle Brotzeitmarken, poppige Hot Dog-Postwertzeichen und selbst in einem Wurst-Schwellenland wie den Niederlanden gibt es dank privatisierter Briefzustellung selbstklebende Marken mit Wurstwerbung. In Deutschland muss man dagegen auf die zugebenermaßen sehr schönen Wurstmarken (siehe unten rechts) von Martin Graf zurückgreifen. Die gelten zwar nicht offiziell als Entgelt für die postalische Beförderungsleistung, dürften sich aber trotzdem dazu eignen, junge Damen zwecks Besichtigung der Sammlung nach 22.00 Uhr in die eigenen vier Wände zu komplimentieren.
Kategorie Aufschnitt | 2 Kommentare »
Tim am Mittwoch, den
4. März 2009

Jeder Trend hat seine Gegenbewegung. Und auch die schon länger andauernde Tendenz zu „Bio“ und bewusster Ernährung lädt so Manchen zur demonstrativen Verweigerung ein. Im TV sind die Bouleverdmagazine voll von Rekordschnitzeln und XXL-Portionen und im Internet hat sich geradezu eine Szene formiert. Auf Seiten wie Super Size Meals oder This Is Why You’re Fat werden Rezepte und Fotos von wahrhaft monströsen Gerichten zusammengetragen. Da wird mit Kalorien, Cholesterin und Acrylamid geprotzt, als wären es die Pferdestärken eines Supersportwagens.
Die oben gezeigte Bacon Explosion (Ein Speck-Geflecht, gefüllt mit Hackfleisch und Geschnetzeltem) ist besonders populär, jedoch auch eher ein vergleichsweise harmloses Einsteiger-Rezept. Die wirklichen harten Fälle dürften bei vollständigem Verzehr schlichtweg tödlich sein, aber eben auf eine irgendwie spaßige Art. Diese Kalorien-Atombomben sind geradezu pornografisch inkorrekt und die Kreativität, mit der versucht wird, möglichst viele ungesunde Zutaten auf einen Teller zu bekommen, ist oftmals bewundernswert. Hier ein paar Appetitmacher:
Kategorie www.urst | 3 Kommentare »
Tim am Samstag, den
28. Februar 2009

Die Wurst des Monats Februar 09, Michael Phelps, wird präsentiert von geräucherter Entenbrust aus dem Hause Edouard Artzner. Der Schwimmstar machte sich Anfang Februar für jedermann zur Wasser-Pfeife, als Fotos auftauchten, die ihn dabei zeigen, wie er eine solche raucht. Zwar habe er natürlich keine Drogen in seine Schwimmerbrust inhaliert, so Phelps, doch das kann freilich nicht stimmen. Denn wer sich bei sowas fotografieren lässt, der muss wohl ganz dicht sein.
Kategorie Wurst des Monats | 0 Kommentare »
Tim am Samstag, den
14. Februar 2009

Mit dem heutigen Valentinstag mag man es halten, wie man will. Ich jedenfalls halte mich da seit jeher lieber raus. Angeblich haben wir diesen Tag mehr oder weniger der Blumen- und Grußkarten-Industrie zu verdanken — zwei Wirtschaftszweige, die an jemandem wie mir nicht gerade reich werden. Bis also die Fleischerinnung sich endlich einen eigenen Gedenktag ausdenkt (Sankt Salamitas?), sollte der Fleisch-affine Romantiker zum Valentinstag zumindest auf einen Wurststrauß zurückgreifen. (Vorsicht: Nicht zu verwechseln mit Straußenwurst!)
Kategorie Aufschnitt | 3 Kommentare »
Tim am Freitag, den
13. Februar 2009

Jaja, ich weiß. Die Wurst des Monats im Januar bin ich selbst. Ich werde präsentiert von einer Bockwurst mit abgelaufenem Verfallsdatum, denn es war so: Ich hatte zwar Bock, aber ich Wurst hab es solange herausgezögert, bis der Januar abgelaufen war. Also nominiere ich mich nachträglich selbst und gelobe Besserung, indem ich jetzt schon mal die Februar-Wurst vorbereite.
Kategorie Wurst des Monats | 2 Kommentare »
Tim am Dienstag, den
10. Februar 2009

Oh dear! Selbst den Briten ist unser Schnitzel- und Bratwurst-Verzehr nun schon eine hämische Meldung wert. Die Sache losgetreten hat Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, in einem Appell anlässlich der Grünen Woche. Wir Deutschen würden viel zu viel Fleisch essen. „Ich empfehle eine Rückkehr zum Sonntagsbraten und eine Orientierung an mediterranen Ernährungsgewohnheiten.“ Gut, da ist sicherlich was dran und solche Gedanken sind auch durchaus nicht neu. Nur geht es diesmal nicht etwa um unsere Volksgesundheit, sondern vielmehr um das Klima. Vor allem Rinder produzieren nämlich bei der Verdauung massenhaft klimaschädliche Abgase. Oder einfacher: Der gemeine Kuhpups bedroht die Zukunft unserer Erde.
Nun wären wir aber nicht das Land der Wurst und das der Dichter und Denker in Nationalunion, wenn nicht ein findiger Deutscher schon eine Lösung parat hätte: Fleischermeister Bolduan aus Aurich erfand nämlich jüngst die erste Fischsalami der Welt. Naa, Herr Troge? Schon mal einen furzenden Fisch gesehen? (Außer vielleicht im Jamba-Monatspaket?) Eben. Da haben wir’s doch. Sonntags Braten, montags Fischwurst. Und für den Rest der Woche finden wir auch noch was.
Nachtrag: Offenbar ist Herr Bolduan nicht der Einzige, der den Titel des Fischwursterfinders für sich beansprucht. Herr Klaus Schleich aus Idar-Oberstein hat seine FiWu angeblich schon 2004 zum Patent angemeldet (siehe Kommentare). Nichts für ungut, ich hab ich nur auf die Welt verlassen. Genaueres müssen dann wohl die Fischgerichte klären.
Kategorie Aufschnitt | 3 Kommentare »
Tim am Dienstag, den
27. Januar 2009

Gestern ging die Grüne Woche zu Ende, die internationale Fachmesse für das Fotografieren von Politikern mit Lebensmitteln. Nur hier kann man erleben, wie Wolfang Tiefensee einer Wurst tief in die Augen schaut. Nur hier sieht man Brigitte Zypries mit hessischem Krönchen und Käsekrawattenmann oder lernt, dass Laktoseintoleranz für den Landwirtschaftsminister von Burkina Faso offenbar ein Fremdwort ist.
Wirkliche Innovationen gibt es auf der Häppchenschau jedoch selten zu bestaunen, da ist diese Henkelwust fast schon eine Sensation. Eine Neuheit hat mich dann aber doch erschüttert. Liebe Wurstindustrie – hatte ich Ihnen nicht schon vor Monaten an dieser Stelle zur Produktion von Guevara-Motivwurst geraten? Na? Ja genau, und jetzt sind euch die Kakao-Hansel zuvorgekommen und haben die CheKolade herausgebracht. Hate to say I told you so.
Kategorie Aufschnitt | 3 Kommentare »
Tim am Sonntag, den
25. Januar 2009

Du bist heute durch die Hölle gegangen. Und zurück. Du hast 24 Stunden im OP gestanden. Du bist als Präsident vereidigt worden. Du hast den Iron Man gemacht und bist danach zu Fuß nach Hause. Du hast heute die ganze verdammte Bohrinsel alleine geschmissen. In der gühenden Mittagssonne hast du jungen Dingern kostenlose Tennisstunden gegeben. Du hast im Alleingang eine Nazidemo aufgelöst und ein tschechisches Atomkraftwerk vom Netz genommen. An solchen Abenden hast du sie dir verdammt nochmal verdient: Eine eiskalte Dose Blutwurstbrot.
Kategorie Im Angebot | 8 Kommentare »
Tim am Mittwoch, den
14. Januar 2009

Nun ist es soweit: Die große Koalition hat Deutschland das größte und schönste Konjunkturpaket aller Zeiten geschenkt. Doch während Kanzlerin Angela Merkel (siehe Bild, 3. v. l.) ihren Präsentkorb auf allen Sendern lobt, hat die Opposition wieder was zu meckern. Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle kritisiert, für den Einzelnen reiche das Steuergeschenk gerade mal, und ich zitiere wörtlich, „für eine Currywurst mit Mayo ohne Pommes“. Entschuldigung, Currywurst mit Mayo? Bestellen Sie sich so was, wenn Sie mit Ihren Parteifreunden mal so richtig über die Stränge schlagen?
Na ja, es ist ja mittlerweile ein politische Gesetzmäßigkeit, dass vermeintlich volksnahe Wurst- und Fußball-Metaphern immer gerade von denen bemüht werden, die offenbar am allerwenigsten Ahnung von sowas haben. Deshalb erkläre ich es Ihnen mal, Herr Westerwelle: Wenn das Geld nicht für Pommes reicht, dann lässt man auch gleich die Mayo weg und bestellt die Currywurst stattdessen mit dem meist kostenlos inbegriffenen Brötchen. Mit dem gesparten Mayo-Geld geht man dann nämlich schnurstracks zum nächsten Opel-Händler und zahlt einen Insignia an.
Kategorie Aufschnitt | 5 Kommentare »