Flattr*

Tim am Dienstag, den 15. Juni 2010

flattr - mit Wurst erklärt

Da eine meiner Lieblingssportarten das späte Aufspringen auf Züge ist, mach ich das jetzt auch mit diesem Flattr. Jetzt muss ich nur noch mal eben erklären, was das  ist – und fertig ist der obligatorische „Ich bin jetzt auch bei Flattr und erklär noch mal eben, was das ist“-Artikel. Erstmal die Kurzformel: Flattr ist eine Art freiwilliges Entlohnungs-System für Content-Schaffende im Netz. OK, jetzt fehlt nur noch der legitimierende Link zu Niggemeier und die super-anschauliche Alltags-Metapher und dann haben wir’s auch schon.

Also: Nehmen wir an, ich kaufe jeden Monat eine Wurst – und zwar mit der Absicht, diese zu verschenken. Ich Guter. Die Größe der Wurst bestimme ich selbst. Nun lege ich die Wurst erstmal bis zum Monatsende in die Vorratskammer. (Ja, es ist eine Dauerwurst.) Dann schaue ich mich den ganzen Monat im Netz um, und immer wenn mir etwas gefällt, verspreche ich dem Schöpfer als Anerkennung eine Scheibe von meiner schönen Wurst. Am Monatsende wird dann aufgeteilt. Je mehr Dinge mir gefallen haben, desto dünner werden natürlich die Scheiben. Aber das ist nicht so schlimm, denn jetzt kommt’s: Alle anderen haben auch Würste. Hallelujah!

Natürlich hat das Konzept auch einige offensichtliche  Schwächen, aber immerhin ist es ein Anfang, wenn nicht gar für eine Art von Medien-Flatrate, und ich möchte es deshalb mal damit versuchen. Und wenn ich irgendwann doch nicht mehr mag, dann lasse ich es einfach wieder, schreibe den obligatorischen „Warum ich bei Flattr raus bin“-Artikel und freue mich auf die „Hab ich doch gleich gesagt“-Kommentare.

*Bitte hier wahlweise eine Wortspiel-Headline einsetzen: Flattrwochen, Flattrlinge im Bauch, Leichenflattrei, Flattr wird’s nicht, Flattrmaus, Flattrliners, Wenn der wilde Flattr wieder blüht, Ich mach den Flattrmann, Nervenflattrn, Flattrvorhersage, It’s getting flattr all the time, Flattr und der Wolf, Flattrs from Iwo Jima, Robbi Tobbi und das Flattrtüt. Oder ähnliche.

Schwarz-Rot-Golddarm

Tim am Freitag, den 11. Juni 2010

Schminke in Schwarz-Rot-Gold zur Fußball WM in Südafrika 2010

So, geht los. Ab heute ist WM. Da werde ich die Tage sicherlich noch einiges zu berichten haben. Jetzt erstmal schminken.

Ein Spargel der Gesellschaft

Tim am Samstag, den 29. Mai 2010

Lecker: Spargel mit Wurst (Serviervorschlag)

Spargel ist das wohl nervigste Gemüse der Welt. „Rabääh!“ werden jetzt einige rufen, „Spargel ist doch strenggenommen gar kein Gemüse.“ Und genau das meine ich.

Ich esse Spargel durchaus gerne. Jedoch ist er heutzutage nicht mehr hauptsächlich ein Nahrunsmittel, sondern in erster Linie ein Thema. Schon Mitte Februar halten es die Medien nicht mehr aus und eröffnen die „Spargelwochen“. In den unzähligen TV-Kochshows wird ab sofort nichts anderes mehr zubereitet und die Zeitschriften versprechen auf ihren Titelblättern „10 Dinge über Spargel, die Sie noch nicht wissen.“ Was natürlich gelogen ist, weil man ja mittlerweile alles, wirklich alles über Spargel weiß.

Im Supermärkt setzt sich der Spargelwahn fort: Auf nahezu allen Artikeln, vom Harzer Käse bis hin zum Putzschwamm, prangt ein deutlicher Hinweis, wie vorzüglich dieses Produkt doch zu Spargel passe. Nur bei Wurst habe ich so eine Empfehlung noch nie gesehen. Was mit dem obigen Bild hiermit nachgeholt ist.
Zum Abschluss vielleicht dann noch ein kleiner Vers, der mir beim Verfassen neuer Wurstschüttelreime eingefallen ist. Leider hat er nichts mit Wurst zu tun, aber hier passt er (vermeintlich) ganz gut:

Menschen, die an Haargel sparen
erkennt man an der Spargel-Haaren.

Rockwürstchen

Tim am Dienstag, den 18. Mai 2010

Queens of the Sausage - Era Salamis

Würstchen im Schlaf rockt. Aber auch sonst. Krautrock ist da nur die Beilage. Kurzum: Nicht zu Unrecht sind Fleischwaren und Rockmusik seit jeher untrennbar miteinander verbandelt. Deshalb hier meine Top10 der größten Wurstrock-Bands.

  1. Queens of the Sausage
  2. White Zimbo
  3. Hack Sabbath
  4. Mett Zeppelin
  5. The Notwurst
  6. Deep Knorpel
  7. Alice in Aspik
  8. Pökel Harum
  9. Tom Angelrippchen
  10. Linkin Pork

Schönes Wochenende. Trotzdem.

Tim am Samstag, den 15. Mai 2010

Sülzkotelett mit Dortmunder Bier

Da das Wetter noch immer zu Wünschen lässt, ist wohl auch dieses Wochenende Essig mit Grillen. Aber wer wird den gleich in die Luft gehen? Früher war auch nicht alles besser, aber da hat man sich wenigstens noch was einfallen lassen. Ein schönes Sülzkotelett und ein kühles Dortmunder Bier – da geht auch in den eigenen vier Wänden die Sonne auf. In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Das Bild stammt übrigens aus meiner umfangreichen Sammlung von antiquarischen Fleisch- und Wurstkochbüchern. Mehr aus diesem speziellen Werk gibt es hier zu sehen.

Wurstblog in den Medien

Tim am Mittwoch, den 14. April 2010

Wurst ist in aller Munde. Mit dieser schaurig staubigen Formulierung aus der Klamottenkiste mittelständischer Sommerfest-Rethorik möchte ich diesen Text über neue und alte Medien eröffnen. Warum auch immer. Neue Medien – dazu zählt mancher noch heute das Internet, also das Trägermedium dieses Blogs. Und der hat in der letzten Zeit ein wenig Aufmerksamkeit durch die klassischen Medien erfahren. Anlass genug für einen kleinen Vergleich. Gezählt werden die mutmaßlich aus der Nennung resultierenden Besucherzahlen.

Die (zugegeben beiläufige) Erwähnung in einem (zugegeben marginalen) Artikel in der Süddeutschen Zeitung brachte zumindest überhaupt keinen erkennbaren Anstieg der Nutzerzahlen. Print verliert. War klar. Erfolgreicher war da schon das Radio. Die Nennung in diesem hübschen Wurst-Beitrag im Deutschlandradio brachte am Tag der Ausstrahlung immerhin geschätze 200 Zugriffe:

Wurst im Radio – Deutschlandradio Neonlicht

Klarer Sieger im großen Vergleichstest der Medien ist jedoch das Feature beim Internet-TV Ehrensenf, das dem Wurstblog in den ersten Tagen ca. 1500 zusätzliche Besucher bescherte. Fazit also: Epic win for teh interwebz!!!1 Ja, natürlich ist die Erhebungsmethode unwissenschaftlich, ungenau und unfair, und man könnte jetzt wieder mit den Äpfeln und Birnen anfangen, aber – come on – dies hier ist ein Blog über Wurst. Und zumindest interessant ist es doch, oder? Na ja, stimmt: Geht so. OK, dann mal zurück zum Kernthema.

Chatbulette

Tim am Donnerstag, den 1. April 2010

Chatbulette - das chatroulette für Buletten

Wie man hört das neue große Ding: Chat-Bulette. Ich weiß nicht – nix für mich.

BiFi like it’s 1999

Tim am Sonntag, den 28. März 2010

Man muss für BiFi auch mal eine Lanze brechen. Doch doch. Schließlich ist die kleine Plastiksalami seit Jahrzehnten der einzige nichtsüße Snack in den Kiosk-Auslagen. Ohne BiFi würde in Deutschland tagtäglich eine beträchtliche Zahl von Schokoriegelverschmähern direkt in Tankstellen verhungern. Und der Sprit würde noch teurer, weil die Mineralölkonzern all die Verhungerten kostenintensiv entsorgen müssten. Aber ich schweife ab.

Heute scheint die Marke trotz Alleinstellung auf dem Fleischsnacksektor allerdings kein Selbstläufer mehr zu sein. Jedenfalls ist der aktuellste Marketing-Amoklauf nicht anders zu erklären: Die neue BiFi Energy mit Guarana und Blutorange. Hyper hyper! Davon pfeif ich mir gleich mal welche rein! Und dann fahre ich mit meinen Inlinern zur Love-Parade!

Online-Petition „WURST 360”

Tim am Sonntag, den 21. März 2010

Petitionen überall! Datenkrake Elena, Finanztransaktionssteuer, Kopfpauschale, Vorratsdaten, Zensursula. Aber niemand traut sich, die wirklich wichtigen Themen anzusprechen. Bis jetzt.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Bäckerei-Ketten greift nämlich eine höchst unerfreuliche Unsitte um sich: Mehr und mehr Wurstbrötchen in Deutschland werden nur noch nach Marketing-Gesichtspunkten belegt: Sämtlicher Belag wird auf der vorderen, dem Kunden zugewandten Hälfte (1) angeordnet. Der hintere Teil des Brötches (2) bleibt leer, hart und trocken. Will man ein solches Blender-Brötchen nun essen, so muss man es erst auseinandernehmen und neu belegen, sonst fällt gleich beim ersten Bissen alles hinaus.

Wurstblog meint: Eine Riesensauerei. Wer ein Wurstbrötchen kauft, der will es nicht ansehen, sondern essen. Dem kleinen Mann auf der Straße fällt die Wurst in den Dreck und die großen Konzerne lachen sich ins Fäustchen! Das muss aufhören!

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Neue Wurst in alten Därmen

Tim am Donnerstag, den 11. März 2010

Ideen für Wurst-Innovationen

Ich erwäge mittlerweile ernsthaft, am schon erwähnten Innovationswettberwerb „Wurst hat Zukunft“ des Zentralverbandes Naturdarm e.V. teilzunehmen. Mitmachen kann nämlich jeder, der eine gute Idee für den innovativen Einsatz von Naturdarm hat. Also im Bezug auf Wurst jetzt. Seit Tagen betreibe ich nun schon intensives Darmstorming, aber so eine rechte Gold-Idee war noch nicht dabei (siehe Skizzen oben). Und Montag ist schon Einsendeschluss. Hat vielleicht irgendjemand noch ein tragfähiges Naturdarm-Konzept in der Schublade? Ich würde den Ruhm natürlich teilen.

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