
Da eine meiner Lieblingssportarten das späte Aufspringen auf Züge ist, mach ich das jetzt auch mit diesem Flattr. Jetzt muss ich nur noch mal eben erklären, was das ist – und fertig ist der obligatorische “Ich bin jetzt auch bei Flattr und erklär noch mal eben, was das ist”-Artikel. Erstmal die Kurzformel: Flattr ist eine Art freiwilliges Entlohnungs-System für Content-Schaffende im Netz. OK, jetzt fehlt nur noch der legitimierende Link zu Niggemeier und die super-anschauliche Alltags-Metapher und dann haben wir’s auch schon.
Also: Nehmen wir an, ich kaufe jeden Monat eine Wurst – und zwar mit der Absicht, diese zu verschenken. Ich Guter. Die Größe der Wurst bestimme ich selbst. Nun lege ich die Wurst erstmal bis zum Monatsende in die Vorratskammer. (Ja, es ist eine Dauerwurst.) Dann schaue ich mich den ganzen Monat im Netz um, und immer wenn mir etwas gefällt, verspreche ich dem Schöpfer als Anerkennung eine Scheibe von meiner schönen Wurst. Am Monatsende wird dann aufgeteilt. Je mehr Dinge mir gefallen haben, desto dünner werden natürlich die Scheiben. Aber das ist nicht so schlimm, denn jetzt kommt’s: Alle anderen haben auch Würste. Hallelujah!
Natürlich hat das Konzept auch einige offensichtliche Schwächen, aber immerhin ist es ein Anfang, wenn nicht gar für eine Art von Medien-Flatrate, und ich möchte es deshalb mal damit versuchen. Und wenn ich irgendwann doch nicht mehr mag, dann lasse ich es einfach wieder, schreibe den obligatorischen “Warum ich bei Flattr raus bin”-Artikel und freue mich auf die “Hab ich doch gleich gesagt”-Kommentare.
*Bitte hier wahlweise eine Wortspiel-Headline einsetzen: Flattrwochen, Flattrlinge im Bauch, Leichenflattrei, Flattr wird’s nicht, Flattrmaus, Flattrliners, Wenn der wilde Flattr wieder blüht, Ich mach den Flattrmann, Nervenflattrn, Flattrvorhersage, It’s getting flattr all the time, Flattr und der Wolf, Flattrs from Iwo Jima, Robbi Tobbi und das Flattrtüt. Oder ähnliche.
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