Schweinkram
Tim am Donnerstag, den 10. März 2011So, jetzt reicht’s auch mal. Nachdem mein milde scherzhafter Gruß zum Weltfrauentag auf meiner Facebook-Seite wegen der Verwendung dieses entzückenden Nacktgrillbildes entfernt und selbst meine aufwändig zensierte Version (s.o.) als “inappropriately sexual” eingestuft und gelöscht wurde, gebe ich es auf und ziehe mich auf eigenes Terrain zurück – dort wo die Sätze lang und die Pellen prall sind. Hier im Wurstblog kann ich schließlich so unangemessen sexuell verlinken, wie ich will.
Auch wenn das gar nicht so einfach ist, wie ich bei meiner ausschweifenden Recherche feststellen musste. Denn Wurst mag so phallisch sein wie sonst nur was – so richtig sexy ist sie irgendwie nicht. So kann man sich zwar vorstellen, dass es so etwas wie einen Wurst-Vibrator gibt, einen Lustgewinn verschafft er aber doch wohl eher als Scherzartikel. Und auch in der Werbung, wo Sex sonst alle mögliche verkauft, ist erotisches Wurstmarketing völlig zurecht eher selten.
Na ja, ging mir ja auch nur ums Prinzip. Und das eine oder andere sexy Wurstbild zum Verlinken hab ich dann ja doch noch gefunden. So was hier geht dann allerdings selbst mir zu weit. Pfui.
Geschenktipp zum Valentinstag
Tim am Sonntag, den 13. Februar 2011Wer kennt das nicht? Die Wiener quietscht, die Leberwurst lässt sich nicht streichen, die Bratwurst verkantet sich im Brötchen. Jetzt ist schnell ein zuverlässiges Schmiermittel gefragt. Ein modernes, hochviskoses Wurstfett kann Wunder wirken. Wurstfett löst festsitzende Pelle, trennt korrodierten Aufschnitt und beseitigt unschönen Grillrost. Ein Stoff, den jeder gebrauchen kann – und damit das ideale Geschenk, gerade auch zum Valentinstag. Das oben gezeigte Fett habe ich für unschlagbare 1,20 Euro bei der Domäne Mechthildshausen erstanden. Sollte aber auch in jedem nur mittelprächtig sortierten Baumarkt erhältlich sein.
Nie wieder ohne
Tim am Mittwoch, den 9. Februar 2011
Vielleicht hat’s der eine oder andere bemerkt: Der Wurstblog hat eine längere Winterpause hinter sich. Aus beruflichen Gründen konnte ich mich eine ganze Weile nicht mit Wurst befassen. Es war die Hölle. Aus diese Leidenszeit soll obiges Bildnis künftig stets erinnern.
Nachtrag: Aufgrund von (natürlich berechtigten) markenrechtlichen Ansprüchen habe ich das Bild entfernen müssen. Aber Schwamm drüber. Es wird nicht das letzte spaßige Wurstbild hier gewesen sein, so viel kann ich zumindest versprechen.
Pelletristik
Tim am Mittwoch, den 6. Oktober 2010Heute beginnt die Frankfurter Buchmesse 2010. Allerorten ist die Rede vom digitalen Buch, Ehrengast Argentinien präsentiert zeitgenössische südamerikanische Literatur. Gefragt bleiben aber weiterhin auch die Klassiker. Hier also meine ewige Top 10 der Weltliteratur. (Obiges Plakat ist übrigens ein Entwurf von Lisa Heumann, FH Wiesbaden.)
- Die Budderbroots (Thomas Mann)
- Die unerträgliche Leckerheit des Schweins (Milan Kundera)
- Das Hähnchen von Heilbronn (Heinrich von Kleist)
- Pökelsalz auf unserer Haut (Benoîte Groult)
- Der alte Mann und das Mett (Ernest Hemingway)
- Gruppenbild mit Mayo (Heinrich Böll)
- Emilia Koteletti (Gotthold Ephraim Lessing)
- Der Betrug der alten Därme (Friedrich Dürrenmatt)
- Meine Nahrung sei Gänsebein (Max Frisch)
- Die Abenteuer von Tom Soja und Hackepeter Finn (Mark Twain)
Lachschinken
Tim am Freitag, den 24. September 2010Mancher wird vielleicht mittlerweile gesehen haben, wie erheiternd eine Verordnung über Fleischerzeugnisse im Schweizer Bundesrat sein kann. Ein nahezu identisches Video könnte ich jetzt bei Youtube hochladen, hätte mich heute eine Kamera dabei beobachtet, wie ich das hier gelesen habe.
Black Puty – eine Wurst wie ein Frisörladen. Hiermit entreiße ich Meica die Krone für die bananesten Wursttexte und küre die Firma Wiesenhof zu meinem neuen Traumwurstbrötchengeber. Hier einige Arbeitsproben von mir:
Simsalamibim. Der herzhafte Zauberstab gegen Hunger.
“Die Identifizierung mit dem magischen Millieu zaubert sich unauslöschlich in die Köpfe der Generation Harry Potter.” (Absatzwirtschaft)
Pik As Aspik. Die herz-hafte Sülze mit dem pik-anten (K)Aroma.
“Die Positionierung im Spiel- und Fun-Umfeld richtet sich direkt an den freizeit-orientierten First Mover und seine Best Buddys” (Der Kontakter)
Graf Hackula. Die Schockadelle – ohne Knoblauch!
“Im Umfeld des aktuell angesagten Vampir-Genres fischt das Produkt da, wo der Fisch ist. Respektive das Schwein.” (Werben und Verkaufen)
Nicht unsüss
Tim am Mittwoch, den 22. September 2010Kaffee oder Tee, Hund oder Katze, PC oder Mac – es gibt diese Entweder-Oder-Grundüberzeugungen, die seit jeher die Gesellschaft entzweien. Genauso verhält es sich bei einer der ältesten Fragen der Menschheit: Bist du eher so’n Süßer oder mehr so’n Herzhafter*? Und es ist jetzt vielleicht nicht so die Riesenüberraschung, dass ich mich eher zur zweiten Kategorie zähle. Ich kann mit Süßkram einfach nichts anfangen und so hält sich auch meine Begeisterungsfähigkeit für Torten (mit einer Ausnahme) eher in Grenzen.
Auch der Herr Max aus Hamburg ist ganz offensichtlich eher so’n Süßer. Seine Torten sind jedoch nicht nur was für den süßen Zahn, sondern vor allem auch was fürs Auge. Und wer aus Marzipan so entzückende Salamis wie die obige zaubern kann, dem gebührt Anerkennung auch aus dem deftigen Lager.
*Die Begrifflichkeit ist natürlich mehr als unbefriedigend. Deftig, herzhaft, pikant oder schlicht salzig – schöne Worte sind das nicht. Wo ist die Gesellschaft für deutsche Sprache oder die Dudenredaktion, wenn man sie mal braucht? Erfinden unnütze Worte wie “sitt“, aber das dringend benötigte Gegenteil von süß bleibt sie schuldig. Vorschläge jemand?
Gesichtswurst
Tim am Freitag, den 17. September 2010Wurstblog bei Facebook. Ich weiß ja auch nicht genau warum. Ich selbst halte eigentlich gar nicht so viel von Facebook. Aber alle haben gesagt, dass ich das brauche. Und dass man das jetzt so hat. Und dass ich mich wundern werde, und zwar aber hallo und so. Also hab ich das gemacht. (Danke übrigens an Retrobias für die wertvolle Hilfe.)
Was jetzt so genau daraus werden soll, weiß ich auch noch nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich 25 Freunde brauche, bis ich eine anständige URL haben darf. Fängt ja schon gut an. Und deshalb gilt für mich auch weiterhin die Devise: “Entscheidend is aufm Blog.”
Recht hat der Mann.
Tim am Samstag, den 28. August 2010„Unterqualifizierte Fertigteigbatzen-Erwärmungsschergen“, ja. „Marketing-verkleisterte Innungsidioten“, auch das. „Nachhaltig geschmacksgestörte Sauerteigschänder“, OK. Aber „mental verrottete Bäckerschwuchteln“ – nein, so was würde ich niemals sagen. Aber dafür gibt es ja zum Glück den von mir hochgeschätzten Herrn Jochen Malmsheimer, der ja auch sonst gerne mal verbal austeilt. Weil er es kann. Was er aber im obigen Beitrag zur Degeneration des Wurstbrots zu sagen hat, treibt mir nicht nur vor Lachen die Tränen in die Augen. Wie’s scheint ist auch er – wohl ohne es zu wissen – ein Sympathisant der Bewegung “Wurst 360“.
Womit ich auch schon beim Thema wäre. Ich hatte ja versprochen, ab und zu Bericht darüber zu erstatten, wie unsere Bewegung voran kommt. Leider gab es bisher noch keinen besonderen Anlass für optimistische Meldungen. Nun haben wir aber zumindest die 100er-Grenze überschritten. Zu den angestrebten 500 Unterzeichnern fehlt es allerdings noch deutlich an Unterstützern. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Aufruf: Macht euch stark für die gute Sache und verbreitet die revolutionäre Kunde! Für jede Idee, die der Verbreitung dient, bin ich ewig dankbar.
Like Fleisch in the sunshine…
Tim am Samstag, den 21. August 2010Puh, jetzt ist es ja doch noch mal ganz schön warm geworden! Wohl dem, der da genügend kühle Fleischereierzeugnisse im Eisfach hat. Leider stellt sich die Erfrischungsindustrie auf dem deftigen Ohr weiterhin taub und so bleibt obiges Sortiment leider nur Wunschdenken und ein berühmtes Filmzitat nach wie vor wahr: “Es gibt zu wenig Fleisch am Stiel”.








