Doppelstunde Aspik

Tim am Montag, den 9. Mai 2011

Heutzutage lernen die Jugendlichen in der Schule doch nichts Anständiges mehr! Die Zubereitung herzhafter Mahlzeiten zum Beispiel kommt auf dem Lehrplan überhaupt nicht mehr vor. Und so müssen die jungen Leute das Kochen auf der Straße lernen. Oder noch schlimmer: Im Fernsehen, bei diesen überkandidelten Showköchen. Da ist es dann natürlich kein Wunder, dass man aggressiv wird und Omas die Handtaschen klaut, wenn man sich nur von gedämpftem Oktopus und Blauschimmelpolenta ernährt.

Früher war alles besser. Zumindest hatte ich den Eindruck, als ich mal wieder ein paar Seiten aus meiner Sammlung historischer Kochbücher auf den Scanner legte. Das Dr Oetker Schulkochbuch von 1963 zeugt von der guten Zeit, als noch Sülzkotelett und Herrentorte auf dem Stundenplan standen und man auf den Fluren der Lehranstalten Sätze hörte wie „Kann ich bei dir Mett abschreiben?“ oder “Ich muss noch Zunge pauken. Morgen ist mündliche.”

Royale Grüße

Tim am Freitag, den 29. April 2011

Zur Hochzeit der Royals Kate Middleton und Prinz William gratuliert Deutschland mit Wurst

Verzehrs-Kasper

Tim am Donnerstag, den 21. April 2011

Wenn die Grillsaison vor der Spargelsaison beginnt, dann hat man es mit einem guten Jahr zu tun. So wie jetzt. Das Mainzer Stadtmagazin Stuz jedoch scherzte neulich in seiner April-Ausgabe, in Mainz werde künftig nur noch derjenige zum Grillen berechtigt sein, der in einer behördlichen Prüfung einen Grill-Ausweis erwirbt. Mich focht das allerdings wenig an, halte ich mich doch für durchaus sachkundig. Als kleine Nachhilfe hier noch einmal die wichtigsten Grillschilder im Überblick:

Plakat: Hinweistafeln zur sachgerechten Freiluftgarung von Fleischerzeugnissen

 

…and the wurst for free.

Tim am Mittwoch, den 20. April 2011

Ich (Bild gibt meinen Typ wieder)

Ich gebe zu, dass mir kurz das Wasser im Stammhirn zusammenlief, als mir mein Kollege Christoph Ende letzten Jahres diese Stellenanzeige zukommen ließ. Social Media Manager bei Reinert. Die mit der Sommerwurst. Da würde ich dafür bezahlt werden, mir fürs Internet Wurstsachen auszudenken. Mache ich ja sowieso schon. Total out of the box! Und wahrscheinlich würde nicht nur fürstlich entlohnt, sondern obendrein jeden Abend als Bonus einen dicken Sack voll frischer Erzeugnisse aus der Tagesproduktion nach Hause tragen. Was für ein Leben! Sex, Drugs ’n Bärchen-Salami.

Da mir mein jetziger Job aber eigentlich ganz gut gefällt und nachdem ich mir mal auf der Karte angesehen habe, wo Versmold liegt, habe ich mich doch nicht beworben und die Stelle ist inzwischen besetzt. Philipp Staat heißt der Mann und er macht gleich mal alles richtig. Ich meine – eine Gesichtswurst-Yourself-App auf Facebook – das liegt ja wohl sowas von auf der Hand! Hätt ich auch gemacht. Gleich am ersten Montagmorgen. Es tröstet mich deshalb ein wenig über meine verpasste Karriere hinweg, dass die Marke Reinert socialmediamäßig offenbar in guten Händen ist. Nur diese Sache mit dem allabendlichen Sack, das schmerzt mich noch ein wenig.

Ohne Titel

Tim am Dienstag, den 29. März 2011

Schweinkram

Tim am Donnerstag, den 10. März 2011

Sexy Girls beim Grillen. Nackt, aber mit Wurst bedeckt

So, jetzt reicht’s auch mal. Nachdem mein milde scherzhafter Gruß zum Weltfrauentag auf meiner Facebook-Seite wegen der Verwendung dieses entzückenden Nacktgrillbildes entfernt und selbst meine aufwändig zensierte Version (s.o.) als „inappropriately sexual“ eingestuft und gelöscht wurde, gebe ich es auf und ziehe mich auf eigenes Terrain zurück – dort wo die Sätze lang und die Pellen prall sind. Hier im Wurstblog kann ich schließlich so unangemessen sexuell verlinken, wie ich will.

Auch wenn das gar nicht so einfach ist, wie ich bei meiner ausschweifenden Recherche feststellen musste. Denn Wurst mag so phallisch sein wie sonst nur was – so richtig sexy ist sie irgendwie nicht. So kann man sich zwar vorstellen, dass es so etwas wie einen Wurst-Vibrator gibt, einen Lustgewinn verschafft er aber doch wohl eher als Scherzartikel. Und auch in der Werbung, wo Sex sonst alle mögliche verkauft, ist erotisches Wurstmarketing völlig zurecht eher selten.

Na ja, ging mir ja auch nur ums Prinzip. Und das eine oder andere sexy Wurstbild zum Verlinken hab ich dann ja doch noch gefunden. So was hier geht dann allerdings selbst mir zu weit. Pfui.

Geschenktipp zum Valentinstag

Tim am Sonntag, den 13. Februar 2011

Wurstfett - Unentbehrlich nicht nur für Heimwerker

Wer kennt das nicht? Die Wiener quietscht, die Leberwurst lässt sich nicht streichen, die Bratwurst verkantet sich im Brötchen. Jetzt ist schnell ein zuverlässiges Schmiermittel gefragt. Ein modernes, hochviskoses Wurstfett kann Wunder wirken. Wurstfett löst festsitzende Pelle, trennt korrodierten Aufschnitt und beseitigt unschönen Grillrost. Ein Stoff, den  jeder gebrauchen kann – und damit das ideale Geschenk, gerade auch zum Valentinstag. Das oben gezeigte Fett habe ich für unschlagbare 1,20 Euro bei der Domäne Mechthildshausen erstanden. Sollte aber auch in jedem nur mittelprächtig sortierten Baumarkt erhältlich sein.

Nie wieder ohne

Tim am Mittwoch, den 9. Februar 2011

In Abwesenheit von Wurst ist nichts gut

Vielleicht hat’s der eine oder andere bemerkt: Der Wurstblog hat eine längere Winterpause hinter sich. Aus beruflichen Gründen konnte ich mich eine ganze Weile nicht mit Wurst befassen. Es war die Hölle. Aus diese Leidenszeit soll obiges Bildnis künftig stets erinnern.

Nachtrag: Aufgrund von (natürlich berechtigten) markenrechtlichen Ansprüchen habe ich das Bild entfernen müssen. Aber Schwamm drüber. Es wird nicht das letzte spaßige Wurstbild hier gewesen sein, so viel kann ich zumindest versprechen.

Pelletristik

Tim am Mittwoch, den 6. Oktober 2010

Bellas Letras aus Wurst - Plakat zur Frankfurter Buchmesse 2010

Heute beginnt die Frankfurter Buchmesse 2010. Allerorten ist die Rede vom digitalen Buch, Ehrengast Argentinien präsentiert zeitgenössische südamerikanische Literatur. Gefragt bleiben aber weiterhin auch die Klassiker. Hier also meine ewige Top 10 der Weltliteratur. (Obiges Plakat ist übrigens ein Entwurf von Lisa Heumann, FH Wiesbaden.)

  1. Die Budderbroots (Thomas Mann)
  2. Die unerträgliche Leckerheit des Schweins (Milan Kundera)
  3. Das Hähnchen von Heilbronn (Heinrich von Kleist)
  4. Pökelsalz auf unserer Haut (Benoîte Groult)
  5. Der alte Mann und das Mett (Ernest Hemingway)
  6. Gruppenbild mit Mayo (Heinrich Böll)
  7. Emilia Koteletti (Gotthold Ephraim Lessing)
  8. Der Betrug der alten Därme (Friedrich Dürrenmatt)
  9. Meine Nahrung sei Gänsebein (Max Frisch)
  10. Die Abenteuer von Tom Soja und Hackepeter Finn (Mark Twain)

Lachschinken

Tim am Freitag, den 24. September 2010

Wurst mit Wortspiel: Wiesenhof Black Puty - Jetzt 50% alberner!

Mancher wird vielleicht mittlerweile gesehen haben, wie erheiternd eine Verordnung über Fleischerzeugnisse im Schweizer Bundesrat sein kann. Ein nahezu identisches Video könnte ich jetzt bei Youtube hochladen, hätte mich heute eine Kamera dabei beobachtet, wie ich das hier gelesen habe.

Black Puty – eine Wurst wie ein Frisörladen. Hiermit entreiße ich Meica die Krone für die bananesten Wursttexte und küre die Firma Wiesenhof zu meinem neuen Traumwurstbrötchengeber. Hier einige Arbeitsproben von mir:

Simsalamibim. Der herzhafte Zauberstab gegen Hunger.
Die Identifizierung mit dem magischen Millieu zaubert sich unauslöschlich in die Köpfe der Generation Harry Potter.“ (Absatzwirtschaft)

Pik As Aspik. Die herz-hafte Sülze mit dem pik-anten (K)Aroma.
Die Positionierung im Spiel- und Fun-Umfeld richtet sich direkt an den freizeit-orientierten First Mover und seine Best Buddys“ (Der Kontakter)

Graf Hackula. Die Schockadelle – ohne Knoblauch!
Im Umfeld des aktuell angesagten Vampir-Genres fischt das Produkt da, wo der Fisch ist. Respektive das Schwein.“ (Werben und Verkaufen)

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