BiFi like it’s 1999
Tim am Sonntag, den 28. März 2010
Man muss für BiFi auch mal eine Lanze brechen. Doch doch. Schließlich ist die kleine Plastiksalami seit Jahrzehnten der einzige nichtsüße Snack in den Kiosk-Auslagen. Ohne BiFi würde in Deutschland tagtäglich eine beträchtliche Zahl von Schokoriegelverschmähern direkt in Tankstellen verhungern. Und der Sprit würde noch teurer, weil die Mineralölkonzern all die Verhungerten kostenintensiv entsorgen müssten. Aber ich schweife ab.
Heute scheint die Marke trotz Alleinstellung auf dem Fleischsnacksektor allerdings kein Selbstläufer mehr zu sein. Jedenfalls ist der aktuellste Marketing-Amoklauf nicht anders zu erklären: Die neue BiFi Energy mit Guarana und Blutorange. Hyper hyper! Davon pfeif ich mir gleich mal welche rein! Und dann fahre ich mit meinen Inlinern zur Love-Parade!
Online-Petition „WURST 360”
Tim am Sonntag, den 21. März 2010
Petitionen überall! Datenkrake Elena, Finanztransaktionssteuer, Kopfpauschale, Vorratsdaten, Zensursula. Aber niemand traut sich, die wirklich wichtigen Themen anzusprechen. Bis jetzt.
Mit der zunehmenden Verbreitung von Bäckerei-Ketten greift nämlich eine höchst unerfreuliche Unsitte um sich: Mehr und mehr Wurstbrötchen in Deutschland werden nur noch nach Marketing-Gesichtspunkten belegt: Sämtlicher Belag wird auf der vorderen, dem Kunden zugewandten Hälfte (1) angeordnet. Der hintere Teil des Brötches (2) bleibt leer, hart und trocken. Will man ein solches Blender-Brötchen nun essen, so muss man es erst auseinandernehmen und neu belegen, sonst fällt gleich beim ersten Bissen alles hinaus.
Wurstblog meint: Eine Riesensauerei. Wer ein Wurstbrötchen kauft, der will es nicht ansehen, sondern essen. Dem kleinen Mann auf der Straße fällt die Wurst in den Dreck und die großen Konzerne lachen sich ins Fäustchen! Das muss aufhören!
Neue Wurst in alten Därmen
Tim am Donnerstag, den 11. März 2010
Ich erwäge mittlerweile ernsthaft, am schon erwähnten Innovationswettberwerb “Wurst hat Zukunft” des Zentralverbandes Naturdarm e.V. teilzunehmen. Mitmachen kann nämlich jeder, der eine gute Idee für den innovativen Einsatz von Naturdarm hat. Also im Bezug auf Wurst jetzt. Seit Tagen betreibe ich nun schon intensives Darmstorming, aber so eine rechte Gold-Idee war noch nicht dabei (siehe Skizzen oben). Und Montag ist schon Einsendeschluss. Hat vielleicht irgendjemand noch ein tragfähiges Naturdarm-Konzept in der Schublade? Ich würde den Ruhm natürlich teilen.
Veranstaltungstipps zum Wochenende
Tim am Donnerstag, den 4. März 2010
Samstag und Sonntag – das sind unbestritten die Wurst-und-Butter-Tage der Woche. An diesem Wochenende gilt das ganz besonders für Hessen, denn es laden gleich zwei Veranstaltungen zur wurstigen Freizeitgestaltung ein.
In Frankfurt wird am Samstag ein Student als Schwein verkleidet 200 Würste in einen Baum hängen. Ich wiederhole: Ein Student wird als Schwein verkleidet 200 Würste in einen Baum hängen.
Am Sonntag sollte man dann nach Kassel fahren. Dort findet noch bis zum 10. April im Rahmen der Titanic-Ausstellung die Sonderschau “Deutsche Wurst. Alles andere ist Käse” in der Markthalle statt.
Sitzfleisch
Tim am Dienstag, den 23. Februar 2010Sattelt die Wiener! Was auf den ersten Blick aussieht wie ein autoerotisches Belustigungsinstrument, ist jedoch bei genauerer Betrachtung etwas noch viel beglückenderes: Das vielleicht geschmackvollste Sitzmöbel der jüngeren Designgeschichte. Noch existiert das gute Stück nur als Kunstobjekt in einer Amerikanischen Ausstellung, bald jedoch wird das erste Exklusivmöbelstudio ein sündhaft teure Kleinserie auflegen. Ein wenig später wird bei IKEA das Modell “Bøkvorst” zum Renner, bis es schließlich auch beim letzten Wohndiscounter das “Jugendmöbel Wienerle in pfiffiger Knackwurst-Optik” gibt. Ja, da bin ich mir ziemlich sicher.
Künstliche Gliedmaßen
Tim am Donnerstag, den 11. Februar 2010Schon mal versucht, ein iPhone mit etwas anderem zu bedienen als mit dem Finger? Genau, geht nicht. Der Touchscreen reagiert nämlich nur auf etwas, was die speziellen elektrostatischen Eigenschaften der menschlichen Haut hat. “Momentchen mal” ruft da der Wurstfreund. Zarter Saitling, würzige Eigenhaut, knackiger Naturdarm – das wird doch was dabei sein. Und es ist. In Korea jedenfalls macht offenbar eine bestimmte Kleinwurst die Runde als Geheimtipp für den Fingerersatz. Mit dieser Wurst ausgetattet, muss der Koreaner das iPhone nun nicht mehr direkt anfassen. Warum er das nicht will? Das steht hier.
Es geht voran.
Tim am Montag, den 1. Februar 2010Hallo. Da bin ich wieder. Hab mir mal einen Monat Auszeit genommen. Unter anderem ein bisschen mit Käse beschäftigt. Ja, man muss auch mal über den Tellerrand schauen. Mittlerweile bin ich aber auch wurstmäßig voller Tatendrang im neuen Jahr angekommen.
Und 2010 könnte für die Weltwurstwirtschaft ein wegweisendes Jahr werden, wie nicht zuletzt die gerade zuende gegangene Grüne Woche bewiesen hat. In der Branche ist spürbar Druck auf dem Kessel, wenngleich auch so mancher Wurstinnovator über das Ziel hinausschießt. Die in Berlin vorgestellte Algenwurst ist jedenfalls für mich schon jetzt die Unwurst des Jahres.
Ein wahrhaft visionärer Geist weht hingegen durch die rundum gelungene Seite des Innovationspreises “Wurst hat eine Zukunft!” des Zentralverbandes Naturdarm e.V. Ihr habe ich nicht nur dieses wunderbare Bild, sondern auch viel Zuversicht für das vor uns liegende Jahr entnommen.
Rohes neues Jahr!
Tim am Donnerstag, den 31. Dezember 2009Meine lieben Wurstfreunde, ich wünsche euch allen ein tolles neues Jahr! Mögt Ihr 2010 immer eine Hand breit Wurst im Kühlschrank haben. Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit auch noch mal für den “Wurst-statt-Böller”-Gedanken stark machen. Auch ich verzichte dieses Jahr auf stinkendes, lautes Feuerwerk und begnüge mich mit guten alten Bräuchen wie dem traditionellen Mettgießen (siehe oben).
Je m’appelle saucisse.
Tim am Dienstag, den 15. Dezember 2009
Ja ja, diese Franzosen! Gib ihnen eine Wurst, und sie versuchen ihr das Sprechen beizubringen. Zugegeben: Dieses schöne Klischee habe ich erfunden, aber mit fiel gerade kein besserer Anfang ein. Tatsächlich gibt es aber zumindest einen Franzosen, der meine These stützt. Paul Granjon ist Künstler, der mit Vorliebe absurde Maschinen und Roboter konstruiert. Mein persönlicher Favorit ist seine “Cybernetic Parrot Sausage“, meines Wissens die erste und einzige sprechende Wurst der Welt.





