Wurst des Monats Oktober

Tim am Mittwoch, den 22. Oktober 2008

Wurst des Monats Oktober

Die Wurst des Monats 10/08 ist der Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi. Er wird präsentiert von  Zungenwurst der Firma „Unser Norden“. Zur Begründung: Kuranyi ist jemand, dem seine Zunge oft in die Quere kommt. Deshalb hat er nun einmal nur Taten sprechen lassen. War aber auch nix. Und auch sein anschließender verbaler Wiedergutmachungsversuch hat eigentlich alles nur noch peinlicher werden lassen. Immerhin ist er dafür nun als Schöpfer einer neuen Redewendung in aller Munde: Den Kuranyi machen.

Besonders wertvoll

Tim am Dienstag, den 21. Oktober 2008

Ich will wurst

Es passiert vielleicht im Kreis der Familie. An Omas Geburtstag. Irgendwann platzt es aus dem Jungen heraus: „Ich will keinen Braten! Ich bin Vegetarier!!!“ Betretenes Schweigen. Die Mutter schluchzt leise und Vater fragt sich, was sie falsch gemacht haben. Nur Onkel Erwin hat es angeblich immer gewusst. Man müsse sich den Jungen doch nur mal ansehen.

Schlimm, wenn es jemanden im eigenen Umfeld trifft. Und so unnötigig, denn mit ein wenig Aufmerksamkeit lassen sich die Zeichen schon in der frühen Jugend erkennen. Dann wird es Zeit für kindgerechte Literatur wie diese: „Ich will Wurst“ von Doris Lecher. Ich gebe zu, dass ich dieses Buch bisher noch nicht lesen konnte, weshalb die folgende Inhaltsangabe komplett geraten ist:

Der kleine Kater Karli lebt bei seinem griesgrämigen Stiefvater, einem erfolglosen Biobauern, und seiner übellaunigen Stiefmutter (ein seltener Fall von Doppel-Stiefelternschaft). Karli schuftet jeden Tag auf dem Hof: Er muss die Hirse hüten, Dinkel dreschen und Kleie kneten. Eines Tages trifft er Rosti, die Holzkohlegrille. Sie erzählt ihm von einem wundersamen Ding: der Wurst. Ein Essen, das nie verwelkt. Karli erschlägt seine Stiefeltern und macht sich auf die Suche…

Igels of Death-Mett

Tim am Montag, den 20. Oktober 2008

Mettigel

Ja, ich gebe zu, es ist keine Wurst. Aber als frischgebackener Vater meines ersten selbstgemachten Mettigels bin ich doch recht stolz auf den kleinen Racker. Ist er nicht süß? Die Augen hat er vom Papa.

Viva la Motivwurst!

Tim am Freitag, den 10. Oktober 2008

Che Guevara Wurst

Paul McCartney hat mal gesagt: „Ich esse nichts, was ein Gesicht hat.“ Der Arsch. Solche Leute sind Schuld, dass Motivwurst-Klassiker wie Billie, die lachende Wurst aussterben. Ich war jedenfalls kürzlich den Tränen nah, als ich für ein Foto ein paar Scheiben Billie kaufen wollte, sie aber nirgendwo bekam. Im Supermarkt gibt es allenfalls alberne Bärchenwurst. Oder noch schlimmer: Tigerentenwurst¹. Jedenfalls nichts, was man sich als erwachsener, schwer arbeitender Mann auf sein hartes Brot legen würde.

Also, liebe Wurstmarketingakademieabsolventen, vergesst doch mal den Kinderkram! Denkt doch mal an richtige Zielgruppen: Kraftstrotzende Heranwachsende, die Taschen voller Geld und mit einem unstillbaren Hunger auf bebilderte Wurst. Was wollen die? Bärchen etwa? Nein, die wollen Che Guevara-Wurst mit frischer Paprika und einem Hauch Revolution. Die wollen Weed-Wurst, Emo-Wurst, Porno-Wurst. Bierschinken mit Oettinger-Logo, den man auch mal abends am Hauptbahnhof essen kann.

Jetzt habe ich mich wieder aufgeregt. Wollte ich gar nicht. Bei mir kommt die Wurst-Revolution sowieso zu spät. Lasst mich einfach hier liegen. Mich und Billie.

¹ Wenn Janosch tot wäre, würde er sich vielleicht im Grab umdrehen. Ist er aber nicht. Laut Wikipedia lebt er auf Teneriffa. Es sei ihm gegönnt.

Kau TV

Tim am Donnerstag, den 9. Oktober 2008

Curry 54

Auf dieser Seite von Kabel 1 kann man derzeit live und rund um die Uhr das Treiben an der Magdeburger Wurstbude Curry 54 beobachten. Da drängt natürlich eine Frage auf: Warum? Ehrlich gesagt: keine Ahnung, aber ich hab es heute mal getan. Und es ist irgendwie … entspannend. Dank zahlreicher Kameras und flächendecked installierter Mikrofone bekommt man alles mit: Dass Mandy ab morgen Diät macht, dass nebenan dieser eine Jeansladen ist, dass die Oma in Kassel wohnt und dass die Haus-Soße die beste ist.

Ganz normale Gespräche eben, wäre da nicht die Sache mit der Unschärferelation: Weil die Leutchen ja wissen, dass Kameras laufen, ist die Natürlichkeit oft verzerrt. Und so bevölkern den Imbiss neben hungrigen Normalmagdeburgern zunehmend auch aufgebrezelte junge Dinger, die sich als Investition in ihre Medienkarriere die wahrscheinlich erste Currywurst ihre Lebens teilen. So weit sind wir also schon: Wenn es mit den Castingshows nicht klappt, lässt man sich halt in der Frittenranch entdecken.

Schön, wenn die Kameras dann irgendwann wieder vergessen werden. Und das werden sie. „Hey, lass uns mal abhauen gleich.“ „Ja. Der will uns irgendwie flachlegen, glaub ich.“ „Boh, da kommt der wieder.“ Herrlich.

Salamiticktack

Tim am Dienstag, den 7. Oktober 2008

Wurstuhr

Ein gute Idee hatte der Designer Bomi Kim: Eine Art Uhren-Rohling, in den man beliebige längliche Gegenstände als Zeiger einstecken kann. Leider sind die gezeigten Beispiele (Bleistifte, Zweige) nicht besonders gut gewählt. Der Wurstfreund hat spontan natürlich hunderte bessere Ideen (siehe oben).

Kuhbismus oder Saurealismus?

Tim am Montag, den 6. Oktober 2008

Russische Wurstkunst

Naturgemäß ist Wurst auch in der Kunst eines der essentiellen Sujets. Diesem Umstand trägt der Wurstblog künftig in der neuen Rubrik Kunstdarm Rechnung. Den Anfang macht ein Vertreter der eher leichteren Muse: Wurstarelle und Fleischogramme aus Russland. Da kann man sich auch im Land der Metzger und Denker noch eine Scheibe abschneiden.

Laaanges Wochenende

Tim am Freitag, den 3. Oktober 2008

Wochenende

Aah, mal schön mit der Pelle auf der Couch bleiben und den Zipfel baumeln lassen. Herrlich! Warum eigentlich nochmal? Ach ja: Tag der deutschen Einheit. Gut, ich werde heute eine Thüringer essen. Und eine Frankfurter. Und zwar zusammen. Die Mauer in den Mägen muss weg!

No Sleep Till Braunfels

Tim am Donnerstag, den 2. Oktober 2008

Wurstfest 2008

Sattelt die Hühner! Nur noch knapp ein Monat, und es ist Wurstfest 2008. Dieses deutschtümliche Weltereignis in New Braunfels, Texas, sollte bekanntermaßen jeder Wurstfreund einmal im Leben besucht haben. Und auch dieses Jahr wird wieder was geboten beim „10 day Salute to Sausage“.

Nicht nur, dass in the Wurstfesthalle, the Spasshaus and the Marktplatz wieder tausende kulturhungrige Amerikaner tonnenweise Wurst am Stiel mit viel zuviel Bier herunterspülen. Auch der gesamte Ort New Braunfels ist auf den Beinen, ein würdiges Rahmenprogramm zu schaffen. Da gibt es den Wurstride und die Wurstfest Regatta, die örtlichen Künstler veranstalten das ARToberfest und die lokale Schauspieltruppe führt die Raiders of the lost Wurst auf.

Also: Man spricht deutsh, es gibt Wurst, der Dollar steht günstig.
Darling, wir fahren nach Texas.

Heute geschlossen

Tim am Mittwoch, den 1. Oktober 2008

Aus Respekt vor allen Andersdenkenden wird der Wurstblog am heutigen Weltvegetariertag keinen Beitrag veröffentlichen. Danke für Ihr Verständnis.

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