Sattelt die Hühner! Nur noch knapp ein Monat, und es ist Wurstfest 2008. Dieses deutschtümliche Weltereignis in New Braunfels, Texas, sollte bekanntermaßen jeder Wurstfreund einmal im Leben besucht haben. Und auch dieses Jahr wird wieder was geboten beim „10 day Salute to Sausage“.
Nicht nur, dass in the Wurstfesthalle, the Spasshaus and the Marktplatz wieder tausende kulturhungrige Amerikaner tonnenweise Wurst am Stiel mit viel zuviel Bier herunterspülen. Auch der gesamte Ort New Braunfels ist auf den Beinen, ein würdiges Rahmenprogramm zu schaffen. Da gibt es den Wurstride und die Wurstfest Regatta, die örtlichen Künstler veranstalten das ARToberfest und die lokale Schauspieltruppe führt die Raiders of the lost Wurst auf.
Also: Man spricht deutsh, es gibt Wurst, der Dollar steht günstig.
Darling, wir fahren nach Texas.
Wurst und Leistungssport – Das gehört einfach untrennbar zusammen. Deshalb freute es mich sehr, als ich heute morgen die offizielle Pressemitteilung zur 3. Bratwurstiade erhielt.
Schon bald, am 3. Oktober, wird im Thüringischen Holzhausen (Wurstblog berichtete) das Bratwurstiadische Feuer entzündet, wenn der amtierende Bratwurstkönig Andreas I die Spiele offiziell eröffnet. 16 Mannschaften, darunter Teams aus Nürnberg und Mexiko, messen sich dann in insgesamt vier Lutherisch inspirierten Disziplinen: Zechprellen, Anschlagen der Bratwurstthesen, das Rollen der Lutherrose und der Tintenfasswurf.
Der Wurstblog unterstützt den Gedanken des fairen Wurstwettstreits und wünscht allen Teilnehmern viel Erfolg. Allerdings möchte ich gleichzeitig auch eine Reform der Spiele anmahnen. Wenn unser aller Traum eines Tages wahr werden soll, nämlich dass der Wurstsport olympisch wird, müssen die Disziplinen meiner Meinung nach deutlich entstaubt werden. Nichts gegen Luther, aber Breitensport ist etwas anderes. Wie wäre es zum Beispiel mit einem modernen Wurst-Siebenkampf?
Jeder Mann soll ja einmal in seinem Leben einen Baum pflanzen. Auch ich habe das noch vor mir, aber ich weiß zumindest schon mal, welcher Baum es sein wird: Kigelia, der Leberwurstbaum. Ich freue mich schon jetzt auf die Blicke der Nachbarn, die an wurmstichigen Quitten kauend neidisch auf meine prallen Würste schielen. Ich werde am besten gleich schonmal die Samen kaufen. Gut, dann brauche ich eigentlich nur noch einen Brotfruchtbaum und ein paar Butterblumen, dann wäre ich quasi autark.
In dieser neuen Kategorie wird nun regelmäßig eine Person des öffentlichen Lebens prämiert, die sich im vergangenen Monat durch besonders wurstiges Verhalten hervorgetan hat. Also in dem Sinne, wie man im Volksmund jemanden als Wurst oder armes Würstchen bezeichnet. Ist klar, oder? Die WDM wird jeweils eingekleidet von einer passenden Wurstsorte und ist dauerhaft in der Sidebar zu finden.
Wurst des Monats 09/08 ist der Rheinland-Pfälzische Ministerpräsident, weil er mich an eine Redewendung aus Kindertagen erinnert hat: Beleidigte Leberwurst. So nannte man jemanden, der plötzlich nicht mehr mitspielen wollte, weil ihn jemand geärgert hatte. „Wer denn?“ „Sach ich nich!“
…lieben Karl und die Annette. (Und auch Bernie und die Ruth finden Würstchenkette gut.) Wer das jetzt nicht verstanden hat, der muss sich erstmal die Seite der Umweltstation Iffens ansehen. Da geht es um den Mythos vom nassen Tod, ein verbessertes Apfelschorleglas, Geister mit Namen Basilikum-Else, Atomsprache und Öko-Golfer. Ich versteh das alles nicht. Was ich aber verstanden habe: Da gibt es eine Goldschmiedin, die nicht nur Elfenringe und Echsenbroschen, sondern auch diese echt silberne Wurstkette geschaffen hat. Mehr will ich eigentlich auch gar nicht wissen.
Heute ist der Tag der Zahngesundheit. Dass Wurst gut für die Zähne ist, wissen wir alle. Allerdings kann auch der robusteste Mettknacker die Zahnbürste (noch) nicht ganz ersetzen. Was also tun, um die Zähne schön sauber zu halten, sich aber andererseits die Mundflora nicht mit beissendem Mentol-Aroma zu versauen? Die guten Menschen von Spot Industries haben sich dieses Problems angenommen und eine sensationelle Innovation entwickelt: Zahnpasta mit Fleisch-Aroma. Erhältlich auch in den Sorten Brie und Thunfisch. Danke.
Wie bereits erwähnt, will ich bei Google weiter nach oben. Wer aber an der exzellenten Fleischerei Freese vorbeiziehen will, der muss schon die ganz großen Marketing-Geschütze auffahren. OK, hier also der erste Wurstblog-Spot bei Youtube. Außerdem gibt es auf der neuen Seite Spread The Wurst schöne Banner für alle, die den Wurstblog vielleicht auf ihrer eigenen Seite verlinken möchten. Ich danke vielmals!
Längst hat man sich daran gewöhnt, dass Konsumgutproduzenten auf der Jagd nach dem Zeitgeist immer wieder absurde neue Produkte an den Haaren herbeiziehen. So wie auch die Fleischerei Freese, die die Internetwurst erfunden hat. Eine Wurst für das Internet – OK, auf die Herleitung darf man gespannt sein. Und so lautet sie:
Die bunte Vielfalt des Internet fordert uns täglich dazu auf, uns „unsere Scheibe davon abzuschneiden!“ Internet und Genießen passen eben gut zusammen. Deshalb entstand diese Internetwurst.
So oft ich das auch lese – es hilft nichts. Das ist das Haarsträubendste und mit Verlaub Dämlichste, was ich seit Langem gehört habe. Aber das ist ja Ansichtssache. Die Jury von Handwerk.com zum Beispiel zeichnete die Seite unter anderem für deren Glaubwürdigkeit mit dem WebHammer aus. Gut, zumindest die Inhaltsstoffe sind transparent:
Wir haben markantes Fleisch verwendet, das die bunte Vielfalt des Internet dokumentieren soll. Die Wurst besteht aus Schweinefleisch, Putenfleisch, Speck, Trinkwasser, Nitritsalz, Gewürze, Phosphat und Zuckerstoff.
Na dann mal viel Erfolg damit. Ich freue mich schon auf SMS-Salami, MP3-Mettwurst und Solarsülze.