
Längst hat man sich daran gewöhnt, dass Konsumgutproduzenten auf der Jagd nach dem Zeitgeist immer wieder absurde neue Produkte an den Haaren herbeiziehen. So wie auch die Fleischerei Freese, die die Internetwurst erfunden hat. Eine Wurst für das Internet – OK, auf die Herleitung darf man gespannt sein. Und so lautet sie:
Die bunte Vielfalt des Internet fordert uns täglich dazu auf, uns „unsere Scheibe davon abzuschneiden!“ Internet und Genießen passen eben gut zusammen. Deshalb entstand diese Internetwurst.
So oft ich das auch lese – es hilft nichts. Das ist das Haarsträubendste und mit Verlaub Dämlichste, was ich seit Langem gehört habe. Aber das ist ja Ansichtssache. Die Jury von Handwerk.com zum Beispiel zeichnete die Seite unter anderem für deren Glaubwürdigkeit mit dem WebHammer aus. Gut, zumindest die Inhaltsstoffe sind transparent:
Wir haben markantes Fleisch verwendet, das die bunte Vielfalt des Internet dokumentieren soll. Die Wurst besteht aus Schweinefleisch, Putenfleisch, Speck, Trinkwasser, Nitritsalz, Gewürze, Phosphat und Zuckerstoff.
Na dann mal viel Erfolg damit. Ich freue mich schon auf SMS-Salami, MP3-Mettwurst und Solarsülze.