Wurstreport Toskana

Wurstnasenschwein

Hallo. Zurück aus dem Urlaub. Aus der schönen Toskana, wo man glücklichen Schweinen die Wurst direkt von der Nase abschneiden kann. (Wenn man das denn will.) Hier ein kleiner bebilderter Urlaubsbericht aus einem der wurstreichsten Landstriche Europas.

Ein Besuch im Supermarkt verspricht gleich schon mal Großes. Mortadelle von wahrhaft majestätischen Ausmaßen heißen den Neuankömmling im gelobten Land willkommen.

Mortadella
What a wurst! Und ich denke “Wieder mal alles richtig gemacht.”

Bei näherer Inspektion der Auslagen dann aber ein kleiner Wermutstropfen: Deutsche Wurstkultur – hier nur ein Abziehbild ihrer selbst. Als so genannte „Würstel“ oder auch „Wurstel“ werden hier fade Bockwürstchen feilgeboten. Und so wie sich auch viele italienische Biere vermeintlich deutsche Namen wie „Wührer“ oder „Splügen“ geben, kleiden sich auch diese Minimalwürste in ein deutschelndes Umlaut-Gewand.

Wüber
Wurstige Botschafter. Das kommt von deutscher Wurst in Italien an.

Aber, aber. Bin ich etwa jemand, der in ein fremdes Land fährt, um dort seine Eindrücke in irgendeinem Supermarkt zu sammeln? Also flugs den Reiseführer aufgeschlagen, und der sagt mir auch gleich, wo ich hingehen soll: „Eines der besten Wurstgeschäfte der gesamten Toskana“ gibt es demnach in Greve in Chianti. Und Recht hat er, der Herr Baedeker. Der Laden ist ein Eldorado. Vier oder fünf zusammenhängende Räume, bis unter die Decke behängt mit verschiedensten original toskanischen Salume („Salamis“ sagt man bei uns).

Marcelleria
Zulässige Achslast? Kaufrausch in der Wildschwein-Abteilung.

Hier sind sie alle versammelt, die großen Würste der Toskana: Die mit wildem Fenchelsamen gewürzte Finocchiata, die Salami von der so alten wie schmackhaften Schweinerasse „Cinta Senese“ und natürlich die kleinen harten Wildschweinwürste, von mir liebevoll „Die Unpellbaren“ genannt. Ich falle in eine Art Aroma-Trance in komme einige Zeit später mit einer prall gefüllten Tüte wieder zu mir. Und es hat sich gelohnt: Die Würste, die ich bis jetzt probiert habe, sind allesamt großartig.

Einkauf
Fette Beute. Wurstwaren im Wert von etwa 60 Euro.

Und das war’s jetzt? Hier vom Urlaub palavern und fremden Leuten mit Wurstgeschichten den Mund wässrig machen? Nein, nein – ich bin ja gar nicht so. Unter all denen, die tatsächlich bis hierhin gelesen haben, verlose ich eine original Salame Magro „Montanaro“ aus der Toskana. Es gewinnt, wer mir zuerst den Namen und die Adresse des Ladens nennt, in dem ich sie gekauft habe. (Einfach in einem Kommentar zu diesem Beitrag. Die Angabe einer validen Mail-Adresse wäre in diesem Fall sinnvoll.) Buona Fortuna.

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6 Kommentare zu “Wurstreport Toskana”

  1. Benni

    Reicht

    “Antica Macelleria Falorni,
    piazza Giacomo Matteotti n. 66 – 71
    50022 – Greve in Chianti – Firenze
    Toscana – Italia”

    als Antwort?

  2. Tim

    Ganz recht. Herzlichen Glückwunsch.

    Wurst is on the way.

  3. Benni

    Yieah! Großartig!

  4. Marc

    Glückwunsch!

  5. Tim

    7.59 Uhr! Early bird catches the wurst.

    Komm, gibt’s zu: Du hast extra im Schlafsack vorm Internet übernachtet,
    damit du morgens der Erste bist.

  6. Benni

    Und wenns so wäre: Es hätte sich gelohnt. Grad eben hat der Wurstbote geklingelt:

    http://waldster.com/mics/wurstgewinn.jpg

    Sehr, sehr geil. Vielen Dank!

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