Pelletristik

Bellas Letras aus Wurst - Plakat zur Frankfurter Buchmesse 2010

Heute beginnt die Frankfurter Buchmesse 2010. Allerorten ist die Rede vom digitalen Buch, Ehrengast Argentinien präsentiert zeitgenössische südamerikanische Literatur. Gefragt bleiben aber weiterhin auch die Klassiker. Hier also meine ewige Top 10 der Weltliteratur. (Obiges Plakat ist übrigens ein Entwurf von Lisa Heumann, FH Wiesbaden.)

  1. Die Budderbroots (Thomas Mann)
  2. Die unerträgliche Leckerheit des Schweins (Milan Kundera)
  3. Das Hähnchen von Heilbronn (Heinrich von Kleist)
  4. Pökelsalz auf unserer Haut (Benoîte Groult)
  5. Der alte Mann und das Mett (Ernest Hemingway)
  6. Gruppenbild mit Mayo (Heinrich Böll)
  7. Emilia Koteletti (Gotthold Ephraim Lessing)
  8. Der Betrug der alten Därme (Friedrich Dürrenmatt)
  9. Meine Nahrung sei Gänsebein (Max Frisch)
  10. Die Abenteuer von Tom Soja und Hackepeter Finn (Mark Twain)


9 Kommentare zu “Pelletristik”

  1. Kathi

    Bei den meisten Titeln stimme ich Dir zu, und auch, dass in Deiner Top 10 der „Herr der Ringwurst“ (J.R.R. Tolkien) nicht vorkommt, kann ich verschmerzen. Eine Überlegung wert wären für meine Top 10 aber durchaus auch „Das Herz ist ein einsames Jägerschnitzel“ (Carson McCullers) und „Der Mann mit der Leberwursttasche“ (Charles Bukowski). Über „Beim Häuten der Zwiebelwurst“ von Günter Grass muss ich mir erst noch ein Urteil bilden.

  2. Tim

    Natürlich. Einen objektiven Literaturkanon kann es nicht geben. Schon gar nicht, wenn man ihn auf zehn Titel beschränkt. Warum z.B. sollte nicht auch „Stulle Tage in Clichy“ (Henry Miller) die vorderen Plätze belegen? Und was ist mit „Der Finger im Roggenbrötchen“ (Salinger), „Nu isses“ (James Joyce) oder „Archipel Gulasch“ (Issajewitsch Solschenizyn)? Mancher würde vielleicht sogar „Das unendliche Geschächte“ von Michael Ende aufnehmen wollen.

  3. Kathi

    Und jetzt will ich auch „Fräulein Smillas Gespür fürs Rehgulasch“ (Peter Høeg) und Hermann Hesses „Der Stippgrützwolf“ nicht unerwähnt wissen.

    Ach, ich hab so viel gute Literatur sowieso noch vor mir – von „Braten auf Pernod“ (Samuel Beckett), über „Abendbrot in Venedig“ (Thomas Mann) und „Krieg um Grieben“ (Lew Tolstoi) bis hin zu „Der Hauptgang von Köpenick“ soll alles noch gelesen werden. Als nächstes ist wohl „Die Liebe in den Seiten der Kohlroulade“ dran.

  4. Simon Pfirsich

    Oh ja, Tom Soja und Hackepeter Finn gehörten in Kindertagen auch zu meinen Lieblingen. Den Märchenfreunden kann ich folgende Werke ans Herz legen: „Die Wolf-Wurst und sieben beißen rein“, „Rumpelschnitzelchen“ oder auch „Drei Fleischpflanzerl für Aschenputtel“. Ein sehr surreales Märchen fällt mir eben noch ein: „Die wunderliche Gasterei“
    Doch leider wurden die Kindergeschichten auch bald von schulischer Pflichtlektüre wie Sophokles‘ „Aspikone“, Schillers „Tatar und Zwiebel“ oder „Ansichten des Verdau’ns“ von Heinrich Böll ersetzt.

    Heutzutage lese ich lieber anderes, wie „Salamis Bruder“ von Elias Canetti (handelt von einem sehr musikalischen Würstchen) oder auch philosophische Schriften Michel Foucaults, insbesondere „Überbacken und Garen“. Um zu erfahren, wie „Der Name der Soße“ doch gleich war, sollte man Umberto Eco lesen. Wer auf etwas wuchtigere Literatur steht, dem empfehle ich „Der Darm ohne Eigenschaften“ von Robert Musil.

  5. indy

    Sachbücher darf man freilich auch nicht aus den Augen lassen. Derzeit in den Bestsellerlisten sind unter anderem vertreten: „Unterm Aufstrich“ (Peer Steinbrück), „Kindergulasch: Das ehrliche Elternbuch“ (Julia Heilmann) und „Das Ende der Wurst: Konsequent gegen jugendliche Vegetarier“ (Kirsten Heisig).
    Für sich selbst spricht zudem von Jonathan Safran Foer „Tiere Essen“, was sich aber bei näherer Betrachtung nicht als die ultimative Bibel der Fleischfans entpuppte.

  6. nina

    hallo,
    ich brauch noch ein paar weihnachts-wurstideen.
    hast du da nicht ein paar?
    freu mich sehr über anregungen…
    viele grüße
    nina

  7. Tim

    Hi Nina!

    Meinst du Geschenk-Ideen? Schau mal hier:
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    Ich werde demnächst sicher auch noch mal was zum Thema Weihnachten machen.
    Ich hab nur im Moment leider überhaupt keine Zeit. Aber bald wird’s wieder.

  8. oetze

    schon gesichtet?
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  9. pastete

    Zur Zeit sendet Satt1 die mehrteilige Verfilmung von Ken Folletts „Die Säue und Pferde“. Es geht wohl um einen Schlachthof…

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