Ist das noch Wurst?

Zankapfel „Geflügelrolle“ – Kann man das noch Wurst nennen? Der vor allem an Tankstellen und Selbstbedienungsbäckereien angebotene Snack hat auf den ersten Blick durchaus Eigenschaften einer Wurst: Er besteht (mutmaßlich) aus Fleisch, die Form ist eindeutig wurstoid. Dagegen spricht das Fehlen einer Pelle und die Teigummantelung. Und beim Betrachten des verkümmerten, ausgemergelten Endstücks des geflügeligen Lümmels drängt sich ein Gedanke auf: Ist da vielleicht weniger Fleisch drin, als man denkt? Darf das Ding vielleicht deshalb schon aus gesetzlichen Gründen nicht „Wurst“ genannt werden? Die Verkaufsstellen weigern sich jedenfalls beharrlich und bieten den teigumhüllten Fleischzylinder ausschließlich unter der der Bezeichnung „Snackrolle“ oder eben „Geflügelrolle“ an.
Wie sehen Sie das? Geht bei Ihnen die Geflügelrolle noch als Wurst-Produkt durch oder nicht? Bitte lassen Sie uns an Ihrer Meinung teilhaben.

Am 13. August 2008 um 14:42 Uhr
Wurstblog, Du hasse doch echt nicht alle :)
Aber falls Du mal die Kategorie “Wurst-Tourismus” einführst, hier ein Tipp aus erster Hand http://www.scharfrichter-lounge.de/ in Bremen.
Neumodischer Schuppen in der richtige Männer ihre Würste auf den Designertresen zum Längenvergleich legen und sich von ihren Wurst-Groupies die Schärfegrade hochtreiben lassen. Mit kulinarischem Hochgenuss hat das zwar wenig zu (schon Schärfegrad 5 brennt dir die Fresse weg) aber wers mag…
Wobei ich persönlich da doch ne Currywurst vonna Heißen Kiste (extra scharf) in jedem Fall vorziehen würde und erst die vom Distel-Grill… Nette Fotos dazu gibts übrigens hier http://www.kultwurst.de.
Und fürs Kuriositätenwurstkabinett sei dies hier noch genannt http://www.remis-algen.de/
Beste Grüße aus dem Fischwurst-Land!
Am 14. August 2008 um 01:15 Uhr
Dat is doch janz einfach. Die Jeflügelrolle iss e’ne “Frikandel” (http://de.wikipedia.org/wiki/Frikandel).
Enthält wohl genauso viel Fleischabfall wie Mortadella und Co.. Aber der Name verrät es ja schon. Ne Frikadelle isses. Und da sin’mer uns einig. Dat wäre keine Wurst, oder?
:)
Am 14. August 2008 um 10:54 Uhr
Stimmt eigentlich. Ein Frikandel.
Das ist dann natürlich keine Wurst. Niemals!
Am 14. August 2008 um 14:19 Uhr
Für mich ist das durchaus eine Abart der Wurst. Da bin ich aber auch aus Gründen der Nostalgie beeinflusst: In der Grundschule gab es auf dem Kindergeburtstag meiner besten Freundin zum Abendessen immer Bratwurst im Blätterteigmantel. Die oben gezeigte Geflügelrolle war dieser geschmacklich wie optish ausgesprochen ähnlich.
Am 18. August 2008 um 15:06 Uhr
genau aus diesem grund mag ich sie. der nostalgie wegen. und ich stehe dazu.
leider hat “unsere” reiseverpflegungstanke diese abartige wurst aus ihrem programm genommen und sie durch eine schnöde geflügelwiener im mantel ersetzt. welch frechheit. gerade das faltige, graue äussere der wurst war doch so ansprechend. ganz zu schweigen von der konsistenz.
Am 18. August 2008 um 17:53 Uhr
Hm, solche tollen nostalgischen Wursterinnerungen habe ich leider nicht. Ich kenn die Rollwurst nur von der Tanke.
Bratwurst im Blätterteigmantel – gibt’s da ein Rezept zu? (Na ja, ich schätze mal: Bratwurst kaufen, Blätterteig kaufen, irgendwie drumherumwickeln…)
Könnte ich mir mit einer dicken Bockwurst noch besser vorstellen.
OK, ich probier das beizeiten mal.
Am 20. August 2008 um 17:07 Uhr
Ich hab dazu dieses komplizierte Rezept gefunden:
http://www.chefkoch.de/rezepte/28481007050688,83/Bratwurst-in-Blaetterteig.html
(Warum die Bratwürste vorher abgebrüht werden sollen, weiss ich aber nicht.)
Am 21. August 2008 um 10:57 Uhr
Versteh ich auch nicht. Dann könnte man ja auch gleich Brühwurst nehmen.
OK, sieht aber ganz gut aus… Probier ich mal.