Tim am Montag, den
1. Februar 2010
Hallo. Da bin ich wieder. Hab mir mal einen Monat Auszeit genommen. Unter anderem ein bisschen mit Käse beschäftigt. Ja, man muss auch mal über den Tellerrand schauen. Mittlerweile bin ich aber auch wurstmäßig voller Tatendrang im neuen Jahr angekommen.
Und 2010 könnte für die Weltwurstwirtschaft ein wegweisendes Jahr werden, wie nicht zuletzt die gerade zuende gegangene Grüne Woche bewiesen hat. In der Branche ist spürbar Druck auf dem Kessel, wenngleich auch so mancher Wurstinnovator über das Ziel hinausschießt. Die in Berlin vorgestellte Algenwurst ist jedenfalls für mich schon jetzt die Unwurst des Jahres.

Ein wahrhaft visionärer Geist weht hingegen durch die rundum gelungene Seite des Innovationspreises “Wurst hat eine Zukunft!” des Zentralverbandes Naturdarm e.V. Ihr habe ich nicht nur dieses wunderbare Bild, sondern auch viel Zuversicht für das vor uns liegende Jahr entnommen.
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Tim am Donnerstag, den
31. Dezember 2009

Meine lieben Wurstfreunde, ich wünsche euch allen ein tolles neues Jahr! Mögt Ihr 2010 immer eine Hand breit Wurst im Kühlschrank haben. Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit auch noch mal für den “Wurst-statt-Böller”-Gedanken stark machen. Auch ich verzichte dieses Jahr auf stinkendes, lautes Feuerwerk und begnüge mich mit guten alten Bräuchen wie dem traditionellen Mettgießen (siehe oben).
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Tim am Dienstag, den
15. Dezember 2009

Ja ja, diese Franzosen! Gib ihnen eine Wurst, und sie versuchen ihr das Sprechen beizubringen. Zugegeben: Dieses schöne Klischee habe ich erfunden, aber mit fiel gerade kein besserer Anfang ein. Tatsächlich gibt es aber zumindest einen Franzosen, der meine These stützt. Paul Granjon ist Künstler, der mit Vorliebe absurde Maschinen und Roboter konstruiert. Mein persönlicher Favorit ist seine “Cybernetic Parrot Sausage“, meines Wissens die erste und einzige sprechende Wurst der Welt.
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Tim am Freitag, den
11. Dezember 2009

Dass sich Menschen ihre Haut mit Fleischmotiven verschönern lassen, das mag einen nicht mehr wundern. Und auch dass stolze Bauern ihre Schweine tätowieren lassen, könnte man schon mal gehört haben. Dass nun aber der Hautschmuck auch nicht mehr vor der Wurstpelle Halt macht, war mir zumindest neu. Mr Singh’s Bangras sind anglo-indische Würste mit kunstvoller Henna-Verzierung. Und auch wenn ich dermatologische Dekoration im Allgemeinen ablehne, hier gefällt sie mir ausgesprochen gut. via.
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Tim am Freitag, den
11. Dezember 2009

Die Wurst des Monats November 09, Mario Barth, wird präsentiert von Original Berliner Currywurst der Firma Mischau. Ich gestehe: Ich fand den Berliner Barth anfangs ziemlich amüsant. Und wenn mehr Menschen das zugeben würden, wäre es uns Betroffenen einfacher, damit umzugehen. Denn heute wird man als Sympathisant des unerträglichen Barth zurecht geächtet. Die Sache mit dem Weltrekord und der rücksichtslosen Selbstvermarktung ist es ja nicht allein, wenn auch die neuen Mediamarkt-Spots einen unerreichten Gipfel der Aufdringlichkeit markieren. Aber dass Barth jetzt auch noch auf Harald Schmidt losgeht, dokumentiert seinen Größenwahn unmissverständlich.
Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote aus meinem Privatleben. Ich so neulich zu meiner Freundin: Ich muss unbedingt noch 200 Gramm Aufschnitt kaufen. Und sie so: Ja, mach doch einfach.
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Tim am Montag, den
30. November 2009

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Kürzlich habe ich das lustige Zeichentool Odosketch wiederentdeckt, mit dem man nicht nur recht hübsch malen (siehe oben), sondern auch die Entstehung seines Werkes noch einmal abspielen kann (siehe hier). Ich erinnere mich, die Seite vor einer Weile schon einmal besucht zu haben. Nur fiel mir damals nicht ein, was ich malen könnte. Ich muss betrunken gewesen sein.
‘Donika Lilova’
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Tim am Samstag, den
21. November 2009

Zwar ist bei einer guten Wurst jeder Schnitt ein goldener und die Form folgt der Funktion wie sonst nur was, doch auch Wurst muss mit der Zeit gehen. Und so setzen zu jeder Stunde die weltweit begabtesten Gestalter neue Standards in ihrer Königsdiziplin, dem Wurst-Design. Aktuelles Beispiel sind die frischen Entwürfe des russischen Design-Büros FIRMA (siehe oben). Schön auch dieses Shop-Konzept der kanadischen rethink communications. In China derweil … übt man noch.
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Tim am Dienstag, den
10. November 2009

Die Wurst des Monats Oktober, Ottfried Fischer, wird präsentiert durch Aufschnitt vom Ferkel aus dem Hause Wolf. Zur Begründung: Herr Fischers mediale Beichte seiner Ferkeleien mit diversen Prostituierten geriet zur Aufschneiderei. Thema: “Die Huren haben meine Krankheit ausgenutzt.” Welche Krankheit das genau ist, erläutert er nicht näher, ich vermute aber: Roter Stuhl. Doch bei aller Reue und Wehmut konnte er einen gewissen Stolz auf seine sexuelle Leitsungsfähigkeit nie verbergen. Zitat: “Der Mann neigt zum Trieb und leistet damit seinen Teil zum Erhalt der Menschheit. Es mit Frauen zu treiben ist also grundsätzlich nicht verwerflich.” Inwiefern der Menschheit aber damit gedient ist, wenn der Mann zu Kerner geht, verrät der Aufklärer Fischer nicht. An dieser Stelle bitte Musik vorstellen. Und zwar Die Sterne mit: “Warst du nicht fett und rosig, warst du nicht glücklich? Was hat dich bloß so ruiniert?”
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Tim am Samstag, den
31. Oktober 2009

Sensationell: Hier exklusiv das erste Bild aus “Pellboy III – We meat in Hell”, erstmalig übrigens mit Brät Pit in einer Hauptrolle. Der Plockbuster über eine dämonische Blutwurst reiht sich ein in eine lange Tradition bedeutender Fleischfilme aus der Traumfabrik der US-Filmindustrie. Hier meine ganz persönliche Top Ten:
- Mett Max III
- Jagdwurst auf Roter Oktober
- Reservoir Hot Dogs
- Die glohreichen Grieben
- Natural Born Grillers
- Darmlos in Seattle
- Beverly Hills Klops
- Der Pâté
- Flönz n the hood
- Die Haxen von Eastwick
Das bedeutet natürlich nicht, dass nicht auch aus Deutschland gute Filme stammen. Einer meiner Favoriten ist noch immer “Keine Lieder über Leber”, ein Road Movie über die “Pansen Band”.
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Tim am Mittwoch, den
28. Oktober 2009

Wenn man in Deutschland schlecht Auto fährt, bekommt man ein Knöllchen.
Wenn man in Bulgarien gut Auto fährt, bekommt man ein Würstchen.
Wirklich wahr: In Sofia werden besonders besonnene Pkw-Halter von den Aufsichtsbehörden mit Wurstwaren belohnt. Offenbar habe ich Bulgarien bisher immer unterschätzt, denn der Gedanke “Belohnung statt Strafe” trifft mein Demokratieverständnis im Kern! Und ich befürworte es aber mal sowas von uneingeschränkt, dass dieses Prinzip auch hierzulande zur Wahrung der öffentlichung Ordnung eingesetzt wird.
Würde mir beispielsweise eine Politesse morgens einen würzigen Mettknacker hinter den Wischer klemmen, ich würde mit Freuden nur noch mustergültig parken. Würde der jährliche Etat für Radarfallen stattdessen in automatische Kleingrillanlagen investiert, ich schwöre: Ich würde nie wieder zu schnell fahren. Und würde mir von staatlicher Seite etwa eine schmackhafte Leberpastete in Aussicht gestellt, ich säße jetzt wohl nicht an diesem Text sondern an meiner Steuererklärung.
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