„Unterqualifizierte Fertigteigbatzen-Erwärmungsschergen“, ja. „Marketing-verkleisterte Innungsidioten“, auch das. „Nachhaltig geschmacksgestörte Sauerteigschänder“, OK. Aber „mental verrottete Bäckerschwuchteln“ – nein, so was würde ich niemals sagen. Aber dafür gibt es ja zum Glück den von mir hochgeschätzten Herrn Jochen Malmsheimer, der ja auch sonst gerne mal verbal austeilt. Weil er es kann. Was er aber im obigen Beitrag zur Degeneration des Wurstbrots zu sagen hat, treibt mir nicht nur vor Lachen die Tränen in die Augen. Wie’s scheint ist auch er – wohl ohne es zu wissen – ein Sympathisant der Bewegung “Wurst 360“.
Womit ich auch schon beim Thema wäre. Ich hatte ja versprochen, ab und zu Bericht darüber zu erstatten, wie unsere Bewegung voran kommt. Leider gab es bisher noch keinen besonderen Anlass für optimistische Meldungen. Nun haben wir aber zumindest die 100er-Grenze überschritten. Zu den angestrebten 500 Unterzeichnern fehlt es allerdings noch deutlich an Unterstützern. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Aufruf: Macht euch stark für die gute Sache und verbreitet die revolutionäre Kunde! Für jede Idee, die der Verbreitung dient, bin ich ewig dankbar.
Puh, jetzt ist es ja doch noch mal ganz schön warm geworden! Wohl dem, der da genügend kühle Fleischereierzeugnisse im Eisfach hat. Leider stellt sich die Erfrischungsindustrie auf dem deftigen Ohr weiterhin taub und so bleibt obiges Sortiment leider nur Wunschdenken und ein berühmtes Filmzitat nach wie vor wahr: “Es gibt zu wenig Fleisch am Stiel”.
Endlich geht es wieder los mit richtigem Fußball für richtige Fans. Doch obwohl in Europa und der Bundesliga schon wieder gekickt wird, steht bei vielen Vereinen der Kader noch nicht. Hier die aktuelle Top 10 der heißesten Wechselgerüchte:
Marcel Pansen geht zu Panhas Thinaikos Athen
Hasan Salamihackschaschlik wird Trainer bei Olympique Lyoner
Christoph Metzgergeld: Nun doch bei den New York Mett-Roh-Stars?
Apetit wechselt ablösefrei vom FC Köln zu Gehacktas Istanbul
Kevin-Flönz Boateng kommt zum 1. FC Nürnberger
Bastian Schweinscheibe ist der neue Star beim FC Parmaschinken
Gianluigi Buffet spielt in Zukunft bei Bayer Leberkusen
Kurz nachgetreten: Im Vorfeld des gestrigen Spieles überraschte die englische SUN mit einer völlig neuen Statistik, die beweisen sollte, dass Deutschland im Elfmeterschießen tendenziell eher ne Wurst ist. Nun bin auch ich zufällig ein versierter Hobbystatistiker und habe mal ein wenig nachgerechnet. Das Ergebnis meiner Studien: Wenn man in der regulären Spielzeit mit 1:4 weggeballert wird, ist das Elfmeterschießen von eher zweitrangiger Bedeutung. OK, das mit dem nicht gegebenen Tor war nicht schön. Da sollen ja angeblich so Chips im Ball helfen. Dieses Konzept erschließt sich mir allerdings noch nicht so ganz.
Was machen eigentlich all die fähigen Leute in den Bundesligavereinen während der WM? Ich meine, nicht dass die vor lauter Langweile auf dumme Gedanken kommen! Uli Hoeneß jedenfalls (hier rechts im Bild) nutzt die Sommerpause kreativ: Als selbsternannter Erfinder geht er, mit einem Klebeschnurrbart bis zur Unkenntlichkeit verkleidet, auf Promotour für seinen innovativen “Nürnburger” – und zwar, warum auch immer, ausgerechnet bei Fischhändlern und Sushi-Läden. Die unbeschreiblichen Videos, vom Meister höchstselbst geschauspielert, findet man auf Ulis Blog (dessen Gestaltung mich an irgendwas erinnert…).
Da eine meiner Lieblingssportarten das späte Aufspringen auf Züge ist, mach ich das jetzt auch mit diesem Flattr. Jetzt muss ich nur noch mal eben erklären, was das ist – und fertig ist der obligatorische “Ich bin jetzt auch bei Flattr und erklär noch mal eben, was das ist”-Artikel. Erstmal die Kurzformel: Flattr ist eine Art freiwilliges Entlohnungs-System für Content-Schaffende im Netz. OK, jetzt fehlt nur noch der legitimierende Link zu Niggemeier und die super-anschauliche Alltags-Metapher und dann haben wir’s auch schon.
Also: Nehmen wir an, ich kaufe jeden Monat eine Wurst – und zwar mit der Absicht, diese zu verschenken. Ich Guter. Die Größe der Wurst bestimme ich selbst. Nun lege ich die Wurst erstmal bis zum Monatsende in die Vorratskammer. (Ja, es ist eine Dauerwurst.) Dann schaue ich mich den ganzen Monat im Netz um, und immer wenn mir etwas gefällt, verspreche ich dem Schöpfer als Anerkennung eine Scheibe von meiner schönen Wurst. Am Monatsende wird dann aufgeteilt. Je mehr Dinge mir gefallen haben, desto dünner werden natürlich die Scheiben. Aber das ist nicht so schlimm, denn jetzt kommt’s: Alle anderen haben auch Würste. Hallelujah!
Natürlich hat das Konzept auch einige offensichtliche Schwächen, aber immerhin ist es ein Anfang, wenn nicht gar für eine Art von Medien-Flatrate, und ich möchte es deshalb mal damit versuchen. Und wenn ich irgendwann doch nicht mehr mag, dann lasse ich es einfach wieder, schreibe den obligatorischen “Warum ich bei Flattr raus bin”-Artikel und freue mich auf die “Hab ich doch gleich gesagt”-Kommentare.
*Bitte hier wahlweise eine Wortspiel-Headline einsetzen: Flattrwochen, Flattrlinge im Bauch, Leichenflattrei, Flattr wird’s nicht, Flattrmaus, Flattrliners, Wenn der wilde Flattr wieder blüht, Ich mach den Flattrmann, Nervenflattrn, Flattrvorhersage, It’s getting flattr all the time, Flattr und der Wolf, Flattrs from Iwo Jima, Robbi Tobbi und das Flattrtüt. Oder ähnliche.